Lesen ist die Grundlage aller Bildung

Die fünfköpfige Jury bewertete die Leseleistung der einzelnen Schüler.

Vorlesewettbewerb an der Oberschule Badenhausen / Lea Adolph aus der 6a vertritt die Schule im Landkreis

Nur wer liest, kann verstehen, denn Lesen ist die Grundlage aller Bildung. Im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs stehen Lesefreude und Lesemotivation. Er bietet allen Schülern der sechsten Klasse Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und neue Bücher zu entdecken. Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Rund 620.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr.
Wie auch in den vergangenen Jahren nimmt auch die Oberschule in Badenhausen an dem Wettbewerb teil. Nachdem die Klassensieger Lea Adolph (6a), Alan Herbst (6b) und Maximilian Rath (6c) ermittelt wurden, fand am vergangenen Mittwoch schließlich der Vorlesewettbewerb vor allen Schülern der sechsten Klassen statt. Dabei sollte schließlich der Schulsieger ermittelt werden, der die Schule zunächst einmal beim Landkreis-Entscheid in Osterode vertreten soll.
Beurteilt wurden die drei Schüler von einer Jury, bestehend aus den jeweiligen Klassenlehrerinnen, Schulleiter Wilhelm Roddewig und der Gewinnerin des letzten Jahres, Sarah Hornig. Dabei waren klare Bewertungskriterien besonders wichtig. Bei dem Wettbewerb geht es darum, einen Text allein mit der Stimme als Ausdrucksmittel zum Leben zu erwecken. Entscheidend für die Bewertung war, inwieweit es den Schülern gelang, das Publikum zu erreichen und für das vorgestellte Buch zu interessieren. Bewertet wurden also neben der Lesetechnik und der Textgestaltung auch das Textverständnis.
Den Anfang am Mittwoch machten die drei Schüler mit einem selbstgewählten Text. Lea Adolph las eine Textpassage aus dem Buch „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner vor, Alan Herbst hatte sich für das Buch „Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst“ von Jess Jochimsen entschieden und Maximilian Rath versuchte seine Mitschüler für „Tim & Struppi“ von Hergé zu begeistern.
Im Anschluss wurde es spannend: Auf die drei Vorleser wartete ein Fremdtext aus dem Buch „Rico, Oscar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel, bevor sich die Jury zur Beratung zurückzog.
Und obwohl die Leistung der drei Leser dicht beieinander war, einigten sich die Juroren recht schnell. Die Gewinnerin in diesem Jahr sollte Lea Adolph heißen. Denn obwohl anfangs Alan Herbst überzeugte, riss Lea das Ruder mit dem Fremdtext an sich. Alan Herbst landete also knapp vor Maximilian Rath auf dem zweiten Platz. Alle drei Teilnehmer erhielten eine Urkunde für den Klassensieg und eine weitere Urkunde für den ersten bis dritten Platz der Schulsieger.
Durch den Wettbewerbs­charakter werden zwar besondere Vorleseleistungen ausgezeichnet, aber es geht nicht nur ums Gewinnen. Schon die Teilnahme am Klassenentscheid fördert die Lesemotivation der Kinder durch die selbstständige, intensive und kreative Beschäftigung mit Büchern.