Mission Kuscheldecken für japanische Waisenkinder

Anna, Gina, Anna und Dietke sind schon jetzt dabei Kuscheldecken zu fertigen, Annette Eckel und Dorothea Bercht (von links) unterstützen die drei dabei ganz tatkräftig, und Weimeraner-Rüde „Henry“ schaut interessiert zu. (Foto: Bordfeld)

Aktion startet am Dienstag, 21. Juni, und wird am 1. Juli fortgesetzt

Von Petra Bordfeld, Badenhausen
Dorothea Bercht und Annette Eckel wollen ab Dienstag, 21. Juni, bis Freitag, 1. Juli, mit Erwachsenen und Kindern, die nicht jünger als zehn Jahre sind, eine Kuscheldeckenaktion starten. Hintergrund für diese ungewöhnliche Aktion ist die Dreifach-Katastrophe, welche im März den Nordosten Japans heimgesucht hat. Weil unter den hunderttausend Menschen, die alles verloren haben, auch viele Kinder sind, wollen sie dieses Näheprojekt ins Leben rufen.
Zuerst einmal brachten sie in Erfahrung, dass insbesondere Mädchen und Jungen des in dem 150 Kilometer von Fukushima gelegenen Kinderheim in Ichinoseki Hilfe brauchen, und Decken völlig fehlen. Mit diesem Wissen stand für die beiden Frauen fest, dass sie genau solche nähen wollen, dafür aber auch helfende Hände brauchen.
Es fehlte allerdings noch ein Raum, der zur Nähstube umfunktioniert werden könnte.
Vertrauensvoll wandten sich die beiden an Bürgermeister Erich Sonnenburg. Der überlegte nicht lange, sondern stimmte dem zu, dass der Sitzungssaal im Rathaus für diese Aktion genutzt werden darf.
Jetzt fehlen „nur“ noch die helfenden Hände. Willkommen sind Näh-Erfahrende, die ihre eigene Maschine mitbringen, ebenso wie Helfer die eingearbeitet werden oder zuarbeiten können. Wer keine Nähemaschine, aber Stoffe und Garne hat, darf die gerne auch mitbringen. Jedenfalls öffnet die Nähstube vom 21. Juni bis 1. Juli von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 21 Uhr.
Übrigens hat sich die Idee von Annette Eckel und Dorothea Bercht schon bis Koblenz herumgesprochen, denn dort nähen schon einige Frauen Kuscheldecken, um diese dann nach Badenhausen zu schicken. Apropos schicken: Damit sich die beiden Initiatorinnen und die Helfer sicher sein können, dass ihre Arbeiten auch wirklich bei den Kindern in Ichinoseki ankommen, haben sie bereits Kontakt zu dem Verein „Standpunkt e. V.“ aufgenommen, der den Transport organisieren wird.
Wer sich nicht aktiv an dieser Aktion beteiligen kann oder will, der hat auch die Möglichkeit eine Spende auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Badenhausen unter dem Kennwort „Decken für Japan“ zu überweisen (Volksbank im Harz, BLZ: 26891484, Konto-Nr.: 2203402100).
Außerdem stehen in Badenhausen in zahlreichen Geschäften Spardosen für diese Aktion, die selbstredend auch „gefüttert“ werden dürfen. „Sollte unser Gedanke auf fruchtbaren Boden fallen, dann werden wir diese Aktion noch einmal durchführen“, so die beiden Badenhäuserinnen.