Musikalischer Botschafter für den Ort

Der MGV Badenhausen hatte anlässlich seines 145-jährigen Bestehens zu einem Freundschaftssingen geladen. (Foto: Bordfeld)
 
Die geehrten Mitglieder des MGV Badenhausen zusammen mit Friedhelm Deppe (3. von links) und Hartmut Winkelvoß (3. von rechts). (Foto: Bordfeld)

MGV Badenhausen hatte anlässlich des 145-jährigen Bestehens zum Freundschaftssingen eingeladen

„Der MGV ist seit Jahrzehnten eine klingende Visitenkarte und ein musikalischer Botschafter für Badenhausen“, dieses von Anerkennung getragene Kompliment machte Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg dem Gesangverein, der vor 145 Jahren zum ersten Mal von sich hören ließ und aus dem Grund zu einem Freundschaftssingen geladen hatte.

Er bemühe sich im Allgemeinen nicht nur um einen guten Ton, so der Sprecher weiter. Dieser werde den Sängern ja von Chorleiterin Swetlana Gauks beigebracht, die an diesem Nachmittag übrigens bei vier Chören den Ton angab. Der Gesangverein sorge stets auch im wahrsten Sinne des Wortes für einen guten Klang des Ortsnamens.
Vereine wie der MGV Badenhausen seien deshalb aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. „Ohne sie wäre unserer Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer“, so Sonnenburg, der auch im Namen von Bürgermeister Harald Dietzmann sprach und ein Flachgeschenk überreichte. Musik sei letztendlich eine Brücke, die Menschen miteinander verbinde.
Der Ortsbürgermeister sprach im Spiegelsaal des Landhauses Finze in Badenhausen. Der hatte sich nicht nur wegen der fünf Chöre, die von Freude und guten Stimmen getragene „Ständchen“ brachten, in einen überaus gut gefüllten Konzertsaal verwandelt, sondern insbesondere wegen der vielen Freunde der Chormusik aus nah und fern. Sie alle wollten sich diese bunte Flut des Gesangs nicht entgehen lassen.
Hartmut Winkelvoß, der 1. Vorsitzende des Gastgebers, brachte in seiner Begrüßung seine Freude über den großen Zuspruch zum Ausdruck, den diese Feier erhalten hatte. Schließlich wurde die geschätzte Besucherzahl weit überschritten. Er dankte allen Helfern und Chören für die Unterstützung und Mitwirkung sowie allen Gästen für deren Kommen.
Dem Grußwort schlossen sich noch Ehrungen von sieben aktiven Sängern und passiven Mitgliedern an. Eigens dafür war Friedhelm Deppe, Vizepräsident des Niedersächsischen Chorverbandes (NCV) und Vorsitzender der Sängerregion 4 (Goslar, Göttingen, Northeim und Osterode) nach Badenhausen gekommen. Er versicherte, dass er gerne in dieser Ortschaft sei, weil er sich dort wie zuhause fühle.
Dann baten er und Hartmut Winkelvoß die sieben Herren zu sich nach vorne. Horst Lagershausen gehört dem MGV bereits seit 70 Jahren an und Dieter Lagershausen seit 60 Jahren. Ebenfalls sechs Jahrzehnte erheben Manfred Armbrecht und Winfried Kruse ihre Stimmen. Dieter Bergmann gehört seit 40 Jahren, Hilmar Drößler und Hans Zwickert seit jeweils 25 Jahren dazu. Dafür durften sie Urkunden und Ehrennadeln des NCV und blumige Dankeschöne des MGV entgegennehmen.
Hatte der MGV Badenhausen alle bereits mit zwei Liedern begrüßt, gehört anschließend den anderen Chören ebenfalls große Aufmerksamkeit. Peter Stäblein, selbst aktiver Sänger und Ehrenvorsitzender des MGV, führte durch den bunten Reigen der Musik, und die Zuhörer sparten nicht mit von Begeisterung getragenen Applaus. Genau den ernteten der Gemischte Chor Petershütte, der Frauenchor Badenhausen, der Gemischte Chor „Germania“ Nienstedt, der Frauenchor „Klingental“ Osterode und der MGV „Freundschaft“ Schwiegershausen. Er und der MGV Badenhausen sorgten dann auch für ein ganz besonderes Highlight, als sie zusammen „Santiano“ erklingen ließen. Zuvor hatte Petershütte nicht bloß zum Zuhören gebeten, sondern auch zum Mitsingen beim Steigerlied. Und da ließ sich niemand zweimal bitten.
Doch mit der vom MGV Badenhausen vorgetragenen „Abendruhe“ und den Abschiedsworten des ersten Vorsitzenden Hartmut Winkelvoß sollte der Nachmittag, zu dem auch eine ausgiebige Kaffee- und Kuchenpause zählte, nicht zu Ende sein. Mit stehendem Applaus wurde es geschafft, dass es als Zugabe den „Bajazzo“ und die Interpretation von Swetlana Gauks „Gute Nacht“ zu hören gab. Danach begaben sich alle, mit viel Musik in Kopf und Herz, auf den Heimweg.