Ritter Rost feiert einen turbulenten Geburtstag

Dreimal spielte das St. Martin Burgtheater vor ausverkauftem Haus. (Foto: Bordfeld)

St. Martin Burgtheater spielt dreimal vor ausverkauftem Haus / Neues Stück in Planung

Badenhausen (pb). Weil so viele Freunde von Ritter Rost sich dessen Geburtstagsfete in der Halle des Baugeschäftes Beulshausen in Badenhausen nicht entgehen lassen wollten, spielte das „St. Martin Burgtheater“ bei allen drei Vorstellungen vor ausverkauftem Haus und einem überaus zufriedenen Publikum fast jeden Alters.
Was die Darsteller unter der Gesamtleitung von Kerstin Winkelvoß auf die Bühne gebracht hatten, entpuppte sich zu einem tollen Geschenk an alle Gäste.
Das traumhaft-chaotische Spiel wurde von einem alten Bekannten, von Ratzefummel, eröffnet. Da war die Welt von Ritter Rost ja auch noch in Ordnung. Die Schrotttorte von Fräulein Bö konnte ihn allerdings nicht aus der Rüstung hauen. Aber mit dem Geschenk, einer Zeittaxirufmaschine, von Koks dem Drachen, war das absolute Durcheinander angesagt. Ob das nun das mit Blaulicht versehene und von EMC Quadrat gesteuerte Zeittaxi war, oder das Pferd, welches auf zwei Beinen durch den Saloon schlenderte, die Menschensprache beherrschte und eine Blindenbinde am Vorderbein – oder Arm? – trug. Diese beiden Begebenheiten verwunderten ebenso wenig, wie die Versteinerung, welche im Museum mit einem Gerippe tanzte oder die Maklerin, welche Röstis, Freunde nennen Ritter Rost so, Burg abreißen wollte – was selbstredend und nicht nur zur Freude eines Museumsdirektors nicht geschah.
Ob da nun besagtes Taxi, mit Rösti, Bö und Koks im Schlepptau, durch die Galaxie der Zuschauer gondelte, um zweimal genau in die vergangene Zeit zu fahren, die gewünscht war, oder sich einmal mittels einer Abkürzung in die Zukunft verfuhr, Steven Spielberg hätte diese Science-Fiction-Persiflage nicht besser in Szene setzen können.
So „ganz nebenbei“ bewiesen die „St. Martin Burgtheater“-Leute aber auch, dass der „Wilde, wilde Westen“ nicht erst hinter Hamburg anfängt, sondern bereits in Badenhausen.
Die Szenen auf der Bühne fügten sich alle überzeugend zusammen. Die Soloauftritte wiederum waren die ganz besonderen i-Tüpfelchen. Die musikalische Begleitung rundete die Aufführung ab.
Übrigens plant Ritter Rost bereits im kommenden Jahr eine Weihnachtsfeier. Bleibt abzuwarten, ob er den Weihnachtsmann, den Nikolaus und ein paar Engel dazu verpflichten kann.