Sie sind immer dann da, wenn man sie braucht

Die geehrten und beförderten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen zusammen mit dem Kommando und den Gästen.

Acht Brandschützer gehören seit 360 Jahren der Badenhäuser Wehr an / Mitglieder befördert und geehrt

Im Mittelpunkt der überaus gut besuchten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen stand die Ehrung von acht Kameraden, die zusammen schon 360 Jahre dabei sind. So durfte Manfred Schulze vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister, Thomas Wenzel, das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für seine 50 Jahre währende Treue entgegennehmen.
Achim Feierabend, Michael Grösche, Thomas Lagershausen, Ulli Pförtner und Michael Römermann erhielten von Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann das Niedersächsische Ehrenzeichen, dafür, dass sie jeweils 40 Jahre der Badenhäuser Wehr angehören.
Zwei Kameraden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung in der Gaststätte „Hermann Behrens“ teilnehmen konnten, werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgezeichnet. Es sind Günter Eberhard, der auf 70-jährige Mitgliedschaft schauen kann, und Dieter Wedemeyer, der 40 Jahre dabei ist.
Aber auch Beförderungen standen auf der Tagesordnung. Der stellvertretende Ortsbrandmeister, Rüdiger Alff, ist jetzt Oberlöschmeister, Stefan Armbrecht Hauptfeuerwehrmann, Tanja Willenberg Oberfeuerwehrfrau und Martin Albrecht sowie Patrick Lagershausen Oberfeuerwehrmänner und Jannes Sticklorat Feuerwehrmann.
Und die stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin Kristin Rosenthal durfte eine kleine Trophäe dafür entgegennehmen, weil sie bei den meisten Dienstabenden zugegen gewesen ist. Außerdem wird sie ihren Namen auf der Tafel wiederfinden, welche ihren festen Platz im Mannschaftsraum hat.
Zuvor legte aber Ortsbrandmeister Jürgen Rosenthal seinen Bericht vor, in dem er auch deutlich machte, dass die Freiwillige Feuerwehr Badenhausen eine erfreulich große Zahl an fördernden Mitgliedern hat. Neben den 265 Sponsoren sind in der aktiven Wehr sechs Kameradinnen und 31 Kameraden vertreten. Die Altersabteilung zählt 16 Mitglieder, die Reserveabteilung vier.
Insgesamt sei man im zurückliegenden Jahr neunmal zu den unterschiedlichsten Einsätzen ausgerückt. Außerdem habe man sich zu 39 Dienstabenden getroffen. Für alle Dienste und Einsätze seien insgesamt 2009 Stunden zusammengekommen. Die Ausbildung und die Gemütlichkeit seien auch nicht zu kurz gekommen. Übrigens wurde ein Pkw-Anhänger angeschafft, auf dem auch das schnelle Eisatzzelt der Atemschutzgeräte-Träger der Samtgemeinde transportiert wird, welches nicht nur bei der Wehr in Badenhausen untergebracht ist, sondern auch von ihr gepflegt wird.
Atemschutzgerätewart Jörg Giesecke ließ die Versammlung wissen, dass die Badenhäuser Wehr sich auf 14 Atemschutzgeräteträger verlassen kann.
Thomas Wenzel eröffnete den Reigen der Grußworte und sprach allen Aktiven ein großes Dankeschön für deren Einsatz im zurückliegenden Jahr aus. Er mahnte an, dass davon aber oftmals kaum Notiz genommen werde. Viele Bürger machten sich keine großen Gedanken über die Sicherstellung von Brandschutz und Hilfeleistung.
Bürgermeister Erich Sonnenburg versicherte dazu allerdings, dass gerade Hilfsbereitschaft der Badenhäuser Einwohner beim Großbrand des Reiterhofes Teuber sehr viel Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft bewiesen hätten. Er dankte allen Brandschützern dafür, dass sie immer genau dann da seien, wenn sie gebraucht werden. Man könne sich stets auf die Wehr verlassen. Als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins sagte er ebenfalls Dankeschön. Denn immerhin darf der Verein der alten Spritze „Müllereiche“ im Museum eine neue Unterkunft bieten.
Harald Dietzmann betonte, dass das Jahr 2012 aus Sicht der Wehr ein recht ruhiges gewesen sei, aus Sicht der Verwaltung habe es allerdings viel Arbeit auf theoretischen Ebenen gegeben. So habe die neue Niedersächsische Brandschutzverordnung aufgezeigt, dass sie ein nicht so großen Schritt nach vorne getätigt habe, wie es von ihr erwartet wurde. „Wir haben da mehr Unterstützung seitens des Landes erhofft“. Dafür könne er aber versichern, dass es mit der Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde keinerlei Auswirkung auf die Wehren haben werde.
Pastor Thomas Waubke dankte für die Selbstverständlichkeit der Präsents und der Reserve, über welche die Wehr alle Tage verfügt.
Zur Wahl stand diesmal nur ein Ersatz-Kassenprüfer, und die Versammlung entschied sich dafür, dass Julian Wedekind dieses Amt übernehmen soll.
Abschließend gab Jürgen Rosenthal einige Termine bekannt. So wird die Wehr am 11. Mai zum Tag der offenen Tür ins Gerätehaus laden, am 1. Juni an der Delegiertentagung in Förste und am 15. September an den Kreiswettbewerben in Nienstedt teilnehmen.