Stillstand ist Rückstand

Immer zur Stelle wenn es brennt: Frank Keller leitet seit Februar die Oberschule in Badenhausen.

Frank Keller ist der Nachfolger von Wilhelm Roddewig und damit neuer Schulleiter der Oberschule Badenhausen

Sechs Jahre lang war er als sogenannte „Feuerwehr-Lehrkraft“ tätig. Immer zur Stelle wenn es brannte – und das im Laufe seines beruflichen Werdegangs an insgesamt elf Schulen. „Bis auf die Arbeitslosigkeit habe ich diesen ständigen Wechsel als sehr positiv erlebt“, erzählt Frank Keller, der seit Februar neuer Schulleiter an der Oberschule Badenhausen ist.
Der gebürtige Osteroder studierte zunächst Deutsch und Erdkunde auf Lehramt in Göttingen. Nach seinem Referendariat in Buxtehude vertrat er immer wieder Kollegen in Krankheitsfällen als Feuerwehr-Lehrkraft. Frank Keller unterrichtete Schüler aller Altersgruppen, von Klasse 1 bis 10, an Grund-, Haupt- und Realschule sowie an Orientierungsstufen und Gymnasien.
1989 fand Frank Keller schließlich eine erste feste Anstellung an der damaligen Haupt- und Realschule in Badenhausen. Hier unterrichtete er als Deutsch- und Erdkundelehrer fast zehn Jahre lang, bevor er nach einer beruflichen Weiterentwicklung strebte: Dieses Mal sollte es eine leitende Funktion sein. Seine Schulleiterkarriere begann der Osteroder 1998 in Scharzfeld. Zuletzt war er für zehn Jahre der Leiter der Nicolai-Grundschule in Herzberg. Aber frei nach dem Motto „Stillstand ist Rückstand“ suchte Frank Keller eine neue berufliche Herausforderung – und fand sie an der Schule, an der alles seinen Anfang genommen hatte: an der Oberschule Badenhausen. Denn trotz rückgehender Schülerzahlen will er es sich zur Aufgabe machen, das bestehende breite Angebot für die Schüler aufrecht zu erhalten. Beispielsweise die Fächervielfalt oder die Berufsorientierungsmaßnahmen seien besonders wichtig für ein breit gefächertes und umfangreiches Grundwissen sowie die Vorbereitung auf den Übergang von Schule zu Berufsausbildung.
390 Schüler besuchen derzeit die insgesamt 19 Klassen ab der 5. Jahrgangsstufe. Für jeden einzelnen von ihnen ist nun Frank Keller vor Ort, wenn es einmal brennen sollte. Nicht als Feuerwehr-Lehrkraft, sondern als aufgeschlossener, hilfsbereiter und sympathischer Schulleiter.