Wanderpokal wird an fairste Reiter übergeben

Auch drei Friesen gingen beim diesjährigen 6. Sösetalritt in Badenhausen mit an den Start. Wetterbedingungen waren optimal.
 
"Valesco“ und Jennifer Krell (links) sowie „Lotte“ und Jennifer Pabst starteten erstmals in Badenhausen.

50 Reiter nehmen am 6. Söseltalritt teil - Erstmals Kaltblüter im Starterfeld des Reitertages

50 Reiter nahmen am bereits zum sechsten Mal von Andreas Hubensack und dessen Team ausgerichteten Sösetalritt teil.

Das größte Pferd beim diesjährigen Ritt war „Valesco“, seines Zeichens ein Rheinisches Kaltblut. Das kleinste war „Schnucki“, eine Shetty-Stute. Den weitesten Weg dürfte aber traditionsgemäß Andrea Blum hinter sich gebracht haben, denn sie, die vor fünf Jahren von Badenhausen nach Blankenburg zog, fehlte diesmal auch nicht.
„Valesco“ gehört Jennifer Krell aus Elvershausen. Sie hat den schweren Jungen im Alter von eineinhalb Jahren gekauft und selbst eingeritten. Zusammen mit ihrer Freundin Jennifer Pabst und deren Apalusa-Stute „Lotte“ machte sie sich auf dem Pferderücken schon am Vortag auf den Weg zur Sösetalranch. Dort wurde ein Zelt aufgeschlagen, die Pferde verbrachten die Nacht unter freiem Himmel. Nach dem Ritt durften sie sich per Anhänger nach Hause bringen lassen. Auch wenn „Valesco“ als letzter die Ziellinie überschritt, war es für ihn und seine Reiterin ein schöner, erlebnisreicher Tag.
Auf „Schnuckis“ Fell waren übrigens wegen der Fußballweltmeisterschaft zwischen Kruppe und Oberschenkel die Deutschlandfarben aufgemalt. Und die elfjährige Ponydame holte sich mit ihrer dreizehnjährigen Reiterin Ilona Schulze aus Eisdorf auch den 1. Platz bei den Ponys, welche die 20 Kilometer-Strecke unter die Hufe genommen hatten.
Zuvor galt es aber für alle Reiter/-innen, die aus dem ganzen Kreis Osterode und den Nachbarkreisen gekommen waren, sich entweder für die 20- oder 40 Kilometer-Tour zu entscheiden. Auf beiden warteten Aufgaben darauf gelöst zu werden, in denen das gute Zusammenspiel von Pferd und Reiter auf die Probe gestellt wurde. Im Mittelpunkt stand aber stets das Pferd. So hatte Andreas Hubensack beispielsweise am Vortag bereits insgesamt 2500 Liter Wasser zu den einzelnen Stationen gebracht, damit die behuften Vierbeiner bei der extremen Wärme auch genug Flüssigkeit zu sich nehmen konnten. An die Reiter/-innen wurde selbstredend auch gedacht, sie brauchten allerdings nicht ihre Köpfe in den Trog stecken.
Und bei der Siegerehrung ging niemand leer aus, gleich wie lange er oder sie für die Strecke gebraucht hatte. Eine Erinnerungstrophäe und ein Präsent rund ums Pferd wartete darauf entgegengenommen oder ausgesucht zu werden.
Der Wanderpokal ging übrigens diesmal an die fairsten Reiter. Und das waren Silke und Frank Hansel (Osterode). Denn nach dem Sturz einer Mitreiterin beendeten sie ihren Ritt vorzeitig, um das Pferd zur Sösetalranch zurückzuführen.
Ansonsten durften folgende vier- und zweibeinige Sportler das Siegertreppchen besteigen: Bei den Großpferden, die 40 Kilometer in Angriff genommen hatten waren es Nicole Gümpel (Bad Grund) und „Gina“, bei den Kleinpferden Ulf Sonne (Bettingerode) und „Shabour“.
Bei den Ponys, welche die 20 Kilometer lange Strecke unter die Hufe nahmen, erreichten „Schnucki“ und Ilona Schulze als erstes das Ziel. Bei den Kleinpferden war es „Spirit“ mit Jacqueline Koch (Gittelde) im Sattel, bei den Großpferden „Idefix“ mit Dorothee Fuhrmann (Badenhausen).
Übrigens wurde nach der Ehrung sofort beschlossen, dass der nächste Sösetalritt wieder am ersten Samstag im Juli 2011 stattfinden wird.