Wer Zukunft gestalten will, muss Geschichte kennen

Die geehrten Mitglieder des HGV Badenhausen zusammen mit Harald Dietzmann (rechts). (Foto: Bordfeld)

Zahlreiche Gäste gratulieren dem Heimat- und GeschichtsvereinBadenhausen zum 25. Geburtstag

Badenhausen (pb). Der Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen hatte anlässlich seines 25-jährigen Bestehens ins Rathaus geladen, und sollte damit voll ins Schwarze getroffen haben. Denn neben vielen Mitgliedern, von denen einige auch geehrt wurden, hatte sich eine große Zahl von Vertretern heimischer und befreundeter Vereine sowie Harald Dietzmann in seinen Funktionen als Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor eingefunden. Sie alle ließen es sich übrigens auch nicht nehmen, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen.
Bis es aber soweit war, hieß Erich Sonnenburg alle, nicht als Bürgermeister von Badenhausen, sondern als 1. Vorsitzender des HGV Badenhausen aufs Herzlichste willkommen, und es waren auch Grußworte zu vernehmen.
Der Höhepunkt war aber die Ehrung langjähriger Mitglieder. Eines von ihnen, Annegret Apel, ist nicht nur Gründungsmitglied gewesen, sondern auch seit dem ersten Tag Kassiererin des HGV. Dafür durfte sie nicht nur eine Urkunde, sondern als Ehrengabe auch einen Weinkorb entgegenehmen. Weil sie ebenso von Anfang an dabei sind, erhielten Margita Klingebiel, Gisa Sonnenburg, Ingrid Wachsmuth, Dieter Ernst, Willi Lange, Jürgen Maak, Friedrich Ohlendorf jun., Erich Sonnenburg, Herbert Wagner und Heinrich Wachsmuth jeweils eine Urkunde und eine Flasche Sekt. Weil sie im Gründungsjahr 1987 dem HGV beigetreten sind, erfuhren Maik Südekum, als Vertreter des Evangelischen Pfarramtes Badenhausen, Ingrid Fischbeck, Egon Harzig, Karl Jahns, Manfred Kracke, Hans Rauh, Michael Sonnenburg und Bernd Schütte die gleiche Ehrung.
Sonnenburg sprach aber auch Anna und Lisa Burgardt, zwei jungen Damen, welche ihrem Vater nicht nur im Museum helfen, sondern dem Verein bei vielen Aktivitäten unterstützen, ein großes Dankeschön aus.
Zuvor ließ er aber ein paar Überlegungen zu „25 Jahre HGV“ Revue passieren. Der Verein sei in der Vereinsgemeinschaft in Badenhausen zwar noch ein „Greenhorn“, im Heimatmuseum seien aber Sachen zu finden, welche älter als so mancher Verein vor Ort sind.
Dass es den HGV überhaupt in dieser Form gibt, sei in erster Linie Alfred Brinkmann und Wilhelm Reißner zu verdanken, denn auf deren Erkenntnisse und Aufzeichnungen stütze sich die Arbeit des Vereins. Waren zur Gründungsversammlung 29 Personen vertreten, zählt der HGV heute 81 Mitglieder.
Bei der Gründungsversammlung übernahm Dieter Ernst das Amt des 1. Vorsitzenden, welches er 1990 an Karl Reinbrecht abtrat. 18 Jahre sei dieser der unermüdliche Motor des Vereins gewesen, bis er aus gesundheitlichen Gründen abdankte. In Anerkennung seiner Leistungen ernannte der HGV ihn zum Ehrenvorsitzenden. Seit 2008 hat Erich Sonnenburg diesen Posten, ihm zur Seite stehen die gleichberechtigten Stellvertreter Thomas Burghardt und Folkmar Apel sowie Schriftführerin Sigrid Wedekind und die Frau der ersten Stunde, Kassiererin Annegret Apel. Der neue Vorstand habe sich die Erweiterung und Neugestaltung des Heimatmuseums auf die Fahnen geschrieben und einige Schritte auf diesem Weg schon hinter sich gebracht.
Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann betonte in seiner Festrede, dass allein die große Zahl an Gästen die Wertschätzung und die Bedeutung des HGV sehr deutlich mache. Auch wenn er ein recht junger Verein sei, habe er doch schon einen sehr hohen Stellenwert. Dietzmann würdigte ebenfalls die Arbeit der Herren Reißner, Brinkmann und Reinbrecht. Sie hätten das „konservierte“ Wissen der Badenhäuser zugänglich gemacht. Und der heutige Vorstand arbeite nach dem Motto „Wer die Zukunft gestalten will, muss die Geschichte kennen“, denn er wolle sich mit Sicherheit nicht auf der Arbeit der Vorgänger ausruhen, vielmehr habe er in den letzten vier Jahren bereits Spuren hinterlassen, wovon sich die Museumbesucher überzeugen könnten. Er sprach allen, die sich in die Arbeit des Museums und der Geschichte Badenhausens einbringen, ein großes Dankeschön aus und brachte einen kleinen Vorschlag an den Tag: Vielleicht könne ja in sechs Jahren gemeinsam die Feier anlässlich des 1050-jährigen Bestehens der Gemeinde ausgerichtet werden.
Pastor Thomas Waubke ging in seinem Grußwort auf die Vergangenheit ein, die oft in Erzählungen wieder aufgeweckt werde. Dieses Band der Tradition dürfe auch nie abreißen. Vielmehr sollten die Geschichten, die zumeist bei hohen Geburtstagen zu hören sind, aufgeschrieben werden. Jeder der von sich sagt „Ich könnte ein Buch darüber schreiben“, sollte dies tun, damit auch Kinder der Vergangenheit offen gegenüberstehen.
Bernd Püllmann von der TSG Badenhausen überbrachte die herzlichsten Glückwünsche und inhaltsreichen Flachgeschenke sowie ein Unikat einer Urkunde der Badenhäuser Vereine, und mahnte an, dass in der Zeit der Handys und Computer Vereine sehr wichtig seien.
Gisela Krantz überbrachte als Vertreterin des HGV Osterode die besten Wünsche, und Bernd Fröhlich, 1. Vorsitzender der Heimatkundlichen Dorfgemeinschaft Förste/ Nienstedt, schloss sich diesen an.
Dann standen noch die Ehrungen und die Eintragungen ins Goldene Buch an, bevor sich alle Gäste ins Museum auf Zeitreise begaben.