Zwei Brücken wurden einer Prüfung unterzogen

Die Bauausschuss-Mitglieder auf dem Spielplatz. Im Hintergrund ist der fließende Übergang zur Straße zu sehen. Foto: Kluge (Foto: Kluge)

Bau- und Unweltausschuss der Gemeinde Badenhausen trifft sich zur Ortsbegehung am Wendeplatz in Oberhütte

Am Wendeplatz in Oberhütte traf sich der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Badenhausen jüngst. Wenige Meter den Berg hinan waren notwendige Baumfällarbeiten vorgenommen worden. Doch ein Ahorn, der sich kerzengerade und gesund in den wechselhaften Himmel reckte, sorgte bei dem etwas unterhalb wohnenden Christian Lossi für Nervosität: „Bei Sturm und Unwetter kann ich nachts nicht mehr schlafen aus Angst, der Baum könne mir auf das Haus fallen.“

Von Camillo Kluge


Badenhausen. Revierförster Dietmar Mann als beratender Fachmann machte deutlich, dass die dort am Waldessaum verbliebenen Bäume alle kerngesund seien. Allerdings konnte auch er nicht versprechen, dass nicht ein Sturm tatsächlich den Baum umstürzen könnte. Insofern beschloss der Ausschuss, dass oberhalb der Häuser eine 30 Meter Sicherheitszone eingerichtet wird.
Am kleinen Spielplatz in der Lehmkuhle war nächster Halt für die Ausschuss-Mitglieder. Hier fehlt seit geraumer Zeit ein Zaun. Somit kommen nicht nur Hunde ungehindert auf den mit Gras bewachsenen Spielplatz, auch könnten Kinder ungehindert auf die Straße flitzen. Auch hindert nichts Autos oder Motorräder hier aufzufahren. Schnell einigten sich die Mitglieder, dass hier wieder ein Zaun hin muss – nur was für einer? Dazu werden jetzt von der Verwaltung einige Angebote eingeholt.
Etwas aufwändiger werden die Maßnahmen „Am Johannisborn“ in Richtung Schulzentrum. Bevor das Ausbaukonzept umgesetzt wird, sind einige Ingenieur-Vorleistungen zu erbringen. Die dafür benötigten Gelder sind bereits genehmigt, nun soll der Rat das ausführende Ingenieurbüro bestellen. Bezüglich der Jahresabrechnung Grünflächenpflege konnte Gärtnermeisterin Birgit Nienstedt auch hier weniger Ausgaben als geplant aufweisen. „Der lange und dann wieder früh einsetzende Winter hat manche Maßnahme nicht zugelassen“, so Nienstedt, doch „das fällt nun dieses Jahr dann mit an.“
Schnell einig war sich der Ausschuss bezüglich der neuen Lampen im Bürgerpark. „Es wäre doch sinnvoll, wenn die Mitgliedsgemeinden die gleichen Lampen wählen würden“, schlug Ausschussvorsitzender Peter Kalla vor. Gittelde, Teichhütte und Eisdorf hatten sich bereits für eine Laterne von Siemens entschieden, ein Modell, dem auch der Ausschuss in Badenhausen nun zustimmte.
Baubetriebshof-Vorarbeiter Dietmar Lehn war unlängst mit den Ausschuss-Mitgliedern Peter Kalla, Klaus Bock, Uwe Lagershausen sowie Bürgermeister Erich Sonnenburg bezüglich Straßenreparaturarbeiten im Ort unterwegs. Die dabei aufgelisteten zu behebenden Mängel ordnete der Ausschuss nun zu einer Prioritätenliste.
Ganz oben steht der noch nicht ausgeführte Auftrag aus dem Vorjahr, in Oberhütte im Verlauf der Kreisstraße die Gosse auf etwa 35 Metern anzugeben. Danach wird sich in Oberhütte um die Garagen „im Haken“ gekümmert. Als drittes geht es „Am Breitenanger“ um die Straßenausbesserung zwischen Raiffeisen-Markt und Grundstück Risse. Spätestens dann wird in dem Bereich auch ein Verbot für Kraftfahrzeuge über 7,5 Tonnen eingeführt. Weiter wird der als „Sesamstraße“ bekannte Schulweg, der durch Baumwurzel aufgewölbt ist, ausgebessert. Dabei soll der Boden an den Wölbungen augeschnitten werden und dann neu gepflastert werden. „Wir wollen den Bäumen nicht an die Wurzeln, weil wir die Allee erhalten möchten“, betonte Kalla. Zudem fallen noch einige weitere kleinere Reparaturarbeiten an wie zum Beispiel das Verputzen der Aufkantungen „Im Bruch“.
Schließlich gab Fachabteilungsleiter Jürgen Beck noch bekannt, dass zwei Brücken einer Überprüfung unterzogen wurden. Die zur Zufahrt Thüringer Straße 227 habe einen genügenden Zustand, einzig das Geländer sei in naher Zukunft auszutauschen. Anders lautete das Urteil über die Brücke „Kolle“. „Ungenügender Zustand“ und „teilweise massiv durchrostet“ zitierte Beck. „Die Standsicherheit ist beeinträchtigt und das Geländer marode“, so Beck. Welche Maßnahmen nun genau getroffen werden, konnte er noch nicht sagen, aber „wir müssen was unternehmen, wir sind unterhaltspflichtig.“ Einen Neubau kalkulierte er mit etwa 150.000 Euro.