Hanna Kopischke informiert sich in Bilderlahe

SPD-Bürgermeisterkandidatin setzte ihre Reihe der Bürgerforen in den Stadtteilen fort

Bilderlahe (bo). „Bilderlahe ist klein, aber fein“ – so lautete die zentrale Aussage von Ortsratsmitglied Dirk Stroschein während des gut besuchten SPD-Bürgerforums in der Gaststätte Willers.
Zuvor jedoch hatte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke sich selbst und die Eckpunkte ihres Wahlprogramms vorgestellt.
Sie wolle als Bürgermeisterin gestalten und das Amt nicht nur verwalten, so überschreibt die zweifache Mutter ihr von der Mitgliederversammlung der Seesener SPD beschlossenes Eckpunkteprogramm.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Göttingen und beruflichen Zwischenstationen in Goslar, Braunschweig und Salzgitter sei sie 2001 Leiterin der Berufsbildenden Schulen Bad Harzburg/Clausthal-Zellerfeld in Bad Harzburg geworden und aus diesem Grund nach Bad Harzburg gezogen. „Eine Schulleiterin gehört vor Ort, genau wie eine Bürgermeisterin“, so Hanna Kopischke. Die Verbindungen zu den Freunden und Bekannten seien nach 30-jährigem Leben, Wohnen, Arbeiten und Engagement in und für Seesen nie abgerissen, und so freue sie sich darauf – im Falle einer Wahl zur Bürgermeisterin am 11. September – wieder nach Seesen zu ziehen.
Die bisherigen Bürgerforen in den Stadtteilen Mechtshausen, Engelade, Herrhausen, Rhüden, Kirchberg und Bornhausen hätten schon Ergänzungen zum Wahlprogramm gebracht und sie darin bestärkt, dass ihr Grundprinzip richtig sei, die Bürger bei allen Entscheidungen mit einzubinden und ihnen Gelegenheit zu geben, sich umfassend zu informieren. Deshalb wolle sie auch hier in Bilderlahe die Anregungen und die Kritik zur Kommunalpolitik gern aufnehmen, um sie in ihrer weiteren Arbeit zu berücksichtigen.
Als besonders wichtig stufte die studierte Betriebswirtschaftlerin drei Bereiche ein. Und zwar „Wirtschaft und Arbeit“, „Bildung und Ausbildung“ sowie die „Unterstützung und den Ausbau des Ehrenamtes“.
Die Ortsratsmitglieder Dirk Stroschein und Tobias Heitmann gaben einen Situationsbericht zur Lage in Bilderlahe ab. Wichtig sei, dass man an der Sache orientiert ist. Ohne parteipolitische Agitation habe man fast alles, was für Bilderlahe erreicht wurde, gemeinsam erreicht. Allerdings seien viele Initiativen von ihnen aus der Opposition angeschoben worden. Besonders wiesen sie auf ein intaktes Gemeinschaftsleben in Bilderlahe hin. Ehrenamt und Eigenleistungen würden groß geschrieben. So habe das zweitkleinste Dorf der Stadt Seesen noch zwei Gesangvereine und eine Reihe von aktiven Vereinen, zum Bespiel für Fußball, Schützen und Reitsport, nicht zu vergessen der Kindergartenselbsthilfeverein. Das Reiterdorf Bilderlahe habe sich inzwischen, was die Reitwege angehe, auch mit den Reitern arrangiert.
Besonders herausgestellt wurde die Dorferneuerung und das große Interesse der Bevölkerung, im Arbeitskreis Dorferneuerung mitzuarbeiten. Durch die Verbesserung der Infrastruktur sei Bilderlahe inzwischen im Wohnwert gestiegen, eben fein geworden.
Weitere Themen, die auch in der Aussprache eine Rolle spielten, waren: Der Radweg zwischen Bilderlahe und Engelade und die Anbindung Bilderlahe ans Radwegenetz, der demografische Wandel, Lärmschutz an der Autobahn, 380-kV-Leitung, Gestaltung Kinderspielplatz und Verkehrshinweisschilder auf Bilderlahe.