15 Jahre im Auftrag der Gleichstellung

Bürgermeister Martin Bartölke dankte beim Frühjahrsempfang der Stadt Annegret Schnieder-Böttinger für ihre 15-jährige Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte. Zum Jahresende 2012 schied sie aus ihrem Amt aus.

Annegret Schnieder-Böttinger wird beim Frühjahrsempfang für ihre Arbeit mit der Ehrenmedaille der Stadt geehrt

Einen besseren Ort zur Ehrung hätte es wohl kaum geben können. Den 6. Frühjahrsempfang der Stadt nutzte Bürgermeister Martin Bartölke um Danke zu sagen. Danke an Annegret Schnieder-Böttinger, die 15 Jahre und neun Monate zunächst Frauen- später Gleichstellungsbeauftragte der Stadt war. Seit dem Jahr 1997 wird das Amt ehrenamtlich geführt. „Damals sagten viele, das geht nicht gut. Sie haben das Gegenteil bewiesen“, meinte der Bürgermeis­ter in Richtung der Geehrten.
Doch nicht nur für diese Arbeit erhielt sie nun die Ehrenmedaille der Stadt. Darüber hinaus hat sie sich vielfach ehrenamtlich engagiert. „Sie gründete den Elternverein der Grundschule Bo-ckenem, gehörte acht Jahre dem Schulelternrat an und wirkte bei der Umgestaltung des Schulhofes mit“, zählte Bartölke die vielen Verdienste auf. Gemeinsam mit dem Frauenarbeitskreis führte sie viele Veranstaltungen durch und nicht zuletzt war sie Ortsvorsteherin in Bültum.
2011 kündigte sie schließlich an, zum Ende des folgenden Jahres von ihrem Amt abzutreten. Natürlich hätte er das zunächst nicht richtig ernst genommen und gedacht, sie zum Weitermachen überreden zu können, blickte Martin Bartölke zurück. Doch letztlich sei nun mit Simone Guder auch eine Nachfolgerin gefunden worden.
„Sie haben hier viel bewirkt, immer ihre Meinung gesagt und eingemischt. Daher sind wir in Bockenem auch auf einem guten Weg bei der Gleichstellung. Immerhin zwei der sechs Büros, Personal und Finanzen, werden von Frauen geleitet. Und im vergangenen Jahr waren ihre Worte ‘In Bockenem sind wir auf einem guten Weg in Sachen Kinder- und Hortbetreuung’“, berichtete das Stadtoberhaupt weiter.
Auch Ute Pätz vom Frauenarbeitskreis freute sich über die Ehrung. Sie bezeichnete die Zusammenarbeit als kreativ, produktiv und harmonisch. „Es war teils eine sehr arbeitsreiche Zeit. Aber wir haben viel geschafft: Eine Aufstellung über die Beguinen, 700 Jahre Frauenleben in Bockenem, 140 Jahre Frauentag, um nur einige der großen Veranstaltungen zu erwähnen. Besonders gefreut hat uns natürlich auch immer das kleine Geschenk zur Weihnachtszeit“, blickte Ute Pätz zurück.
Die Geehrte selbst war nach den vielen warmen Worten schon „sehr gerührt“. Sie habe ihre Arbeit immer gerne gemacht und vor allem auch nie alleine. Dafür bedankte sie sich bei den zahlreichen Helfern. Sie fände es wichtig, wenn gerade Ehrenamtliche immer wieder Lob und Anerkennung bekämen. Annegret Schnieder-Böttinger blickt auf eine arbeitsreiche Zeit zurück. „Dank natürlich auch an meine Familie. Auch mein Mann ist im Ehrenamt tätig, oft haben wir uns die Klinge in die Hand gegeben. Da kam dann von den Kindern die Frage ‘Bist du heute Abend schon wieder weg?’ Meine Antwort war dann immer ‘Ich habe ein Amt übernommen und das will ich so gut wie möglich erfüllen’“. Das hat sie getan, 15 Jahre lang.  Die Ehrenmedaille hat sie sich daher auch redlich verdient.
Weitere Berichterstattung über den Frühjahrsempfang folgt in einer der nächsten Ausgaben.