155 weniger Arbeitslose im Agenturbezirk

Wegen kalter Witterung kaum Bewegung auf dem Arbeitsmarkt / Erste Zahlen zum Ausbildungsmarkt

Im März hat sich die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Hildesheim gegenüber dem Vormonat leicht nach unten bewegt: 15.590 Frauen und Männer sind arbeitslos gemeldet, das sind 155 oder ein Prozent weniger als im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen liegt, wie schon im Februar, leicht über dem Stand des Vorjahres, und zwar um 251 Personen beziehungsweise 1,6 Prozent. Im März ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 7,4 Prozent.
„Die winterliche Witterung bremst den Arbeitsmarkt“, stellt Horst Karrasch fest. Der Leiter der Agentur für Arbeit Hildesheim erläutert: „Die Frühjahrsbelebung verschiebt sich in diesem Jahr, weil wetterabhängige Gewerke wie Bau und Baunebengewerbe nur eingeschränkt arbeiten können und deshalb noch keine zusätzliche Arbeitskräfte brauchen. Ich rechne damit, dass die Stellenmeldungen deutlich in die Höhe gehen, sobald die Witterung milder wird.“ Karrasch betont: „Wir haben einen sehr hohen Beschäftigungsstand erreicht. Das trägt dazu bei, dass der Bedarf der Betriebe an weiteren Arbeitskräften geringer ausfällt. Die unklare Situation im Finanzsektor sorgt zusätzlich dafür, dass Unternehmen mit Zurückhaltung reagieren und in Hinblick auf neue Einstellungen die Entwicklung abwarten.“

Weniger freie Stellen
im Februar gemeldet

Nachdem im Februar deutlich mehr freie Stellen gemeldet worden waren als im Vormonat, ging die Nachfrage nach Arbeitskräften im März wieder zurück: Die Unternehmen meldeten 649 freie Stellen, das sind 17 Prozent weniger als im Vormonat. Insgesamt wurden von Januar bis März 1937 Stellen gemeldet, das ist ein Minus von 334 Stellen oder 14,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2012. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Stellen lag bei 89,3 Prozent.
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im März 20.066. Das ist ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Februar lag die Unterbeschäftigung auf demselben Stand (20.059 Personen) wie in diesem Monat.
Die Entwicklungen in den Landkreisen sind gegenläufig: Während die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen im Landkreis Hildesheim im März sinkt (um 190 oder 1,6 Prozent), stieg die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Peine erneut leicht an (um 35 oder 0,8 Prozent). Im Vergleich zum März des Vorjahres ist in beiden Kreisen die Arbeitslosigkeit gestiegen.

Es fehlen noch rund
700 Ausbildungsplätze

Für das Berufsberatungsjahr 2012/2013 gibt es erste Daten: Die Agentur für Arbeit Hildesheim hat mit 1709 gemeldeten Ausbildungsstellen nahezu das Vorjahresergebnis erreicht. Gegenüber 1734 Stellen im Vorjahr ist das ein leichtes Minus von 2,2 Prozent. 1177 dieser Lehrstellen sind noch frei. 2400 junge Frauen und Männer haben sich bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur als Bewerber gemeldet, das sind 223 oder 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Von diesen 2400 suchen 1506 noch einen Ausbildungsplatz.
„Etliche Betriebe sind zurückhaltend und warten ab, wie sich die Wirtschaftslage entwickelt“, sagt Agenturchef Horst Karrasch. „Ausbildungsstellen werden dadurch später gemeldet. Ich appelliere an die Unternehmen im Agenturbezirk, Jugendlichen die Chance auf eine hochwertige, qualifizierte Ausbildung zu geben und damit zugleich die Zukunft des eigenen Betriebes zu sichern. Unsere Berufsberatung kennt viele motivierte junge Leute, die auf ihre Chance hoffen. Wenn Jugendliche nicht genügend theoretisches Wissen mitbringen, unterstützen wir Betriebe und Azubis gern mit kostenloser Nachhilfe.“