2000 Einsätze im Jahr für die Bockenemer Rettungsstelle

Vier der 16 Mitglieder der Bockenemer Rettungswache im Gewerbegebiet Süd. (Foto: Klaube)

16 Mitarbeiter sind seit August 2008 rund um die Uhr im Einsatz

Wenn die Rufnummer 112 gewählt wird, geht es bekanntlich meist um schnelle Entscheidungen. Über die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Hildesheim wird dann in der Regel die Rettungsstelle in Bockenem informiert, wo der dortige Bereitschaftsdienst mit dem Rettungswagen ausrücken muss und oft Blaulicht und Martinshorn die freie Fahrt erheischen.
Die Rettungsstelle in Bockenem besteht im Gewerbegebiet Süd und damit bewusst auch autobahnnah seit August 2008. Damit exiustiert sie seit nunmehr vier Jahren. Die Arbeit, die auf ihr geleistet wird, versah bis zum 1. April dieses Jahres das Deutsche Rote Kreuz. Seitdem jedoch rücken vor hier die Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes aus. Diese Änderung ergab sich als Ergebnis einer europaweiten Neuausschreibung, bei welcher der „Arbeiter-Samariter-Bund - Gemeinnützige Gesellschaft für Sozialdienste und Krankentransport GmbH“ mit Sitz in Hannover den Zuschlag erhielt. Positiv für die bis dahin beim DRK beschäftigten Mitarbeiter der Bockenemer Rettungswache: ohne Ausnahme wurden alle vom ASB übernommen, und es gab keine finanziellen Einbußen.
Derzeit ist die Stelle in Bockenem mit 14 Mitarbeitern besetzt, und zwar alles Männer, wie der Wachleiter Ulf Schipplick verschmitzt versichert. Es ist folglich eine reine Männergesellschaft, die dann auch bei den Festtagen während des Wachdienstes unter sich gewesen ist. Weihnachtlich sei es aber schon gewesen, so Dag Schünemann. Ein Weihnachtsbaum verbreitet im Aufenthaltsraum festlichen Glanz und auch an einem schönen Weihnachtsessen mangelte es nicht. Dafür ist Ulf Schipplick zuständig, dessen Kochkünste in dieser Runde hoch gerühmt sind.
Die Feiertage an sind ganz normaler Dienst und Routine, versichert Sascha Meyer, der ebenfalls zur Bereitschaft gehört. Der eine der beiden Rettungswagen arbeitet im 24-Stunden- der andere im 16- Stunden-Takt. Die auf ihnen den Dienst versehenen Männer sind alle gut ausgebildet. Einer der beiden der ständigen Besatzung muß ein Rettungsassistent sein. Das ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, für den man künftig drei Jahre mit Erfolg eine der Rettungsschulen des ASB besuchen muss, den Praxisanteil eingeschlossen.
Pro Jahr rücken die Männer der Bockenemer Rettungswache rund 2.000 Mal aus. Die Krankenhäuser, die sie mit den Patienten anfahren, sind in der Regel die umliegenden in Hildesheim und Seesen. Doch geht es auch schon einmal nach Hannover oder nach Göttingen, was dann die Ärzte im Benehmen mit den Angehörigen entscheiden. Die Einsätze auf der Autobahn machen etwa fünf Prozent aus. Dank der dortigen Baustellenarbeiten sei es momentan hier aber etwas ruhiger geworden.