830.000 Euro für Erneuerung der Kläranlage

Die große Kläranlage des Ambergaus liegt an der tiefsten Stelle des Beckens an der Grenze zum Gemeindegebiet

Geld steht im Haushalt 2014 bereit / Hohe Energieeinsparung durch neue Belüftungs- und Kompressorentechnik

509.000 Euro für eine neue Prozessleittechnik und weitere 320.000 Euro, die im Wesentlichen für einen Austausch der Gebläse und der Belüftung erforderlich sind.

Diese stolze Summe von insgesamt rund 830.000 Euro hat der Rat der Stadt bereits in seinen Haushalt für das kommende Jahr 2014 aufgenommen, und diese Gelder werden nun auch ausgegeben, nachdem der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig auch für besagte 320.000 Euro grünes Licht gegeben hat, und der Verwaltungsausschuss sich diesem Votum anschließen wird.
Ursprünglich ging es nur um die neue Prozessleittechnik, um das Klärwerk Werder den neuzeitlichen Anforderungen entsprechend zu sanieren. Dann aber kamen andere Maßnahmen hinzu, „da die neue Leittechnik mit der alten und zum Teil 30 Jahre alten Maschinentechnik, die in absehbarer Zeit ersetzt werden müsste, nicht kompatibel ist, für die es im Übrigen auch keine Ersatzteile mehr gibt und die ungemein energieaufwendig ist.“ So jedenfalls der Diplomingenieur Pabsch vom gleichnamigen Büro in Hildesheim, das die Stadt seit über 35 Jahren bei speziellen Ingenieurleistungen berät.
Die nunmehr als zusätzlich erforderlich angesehene Sanierung der Belüftungs- und Kompressorentechnik, mit 320.000 Euro angesetzte Maßnahme, sieht eine Reduzierung der großen Gebläse von sechs auf drei vor und führt zu einer Energieeinsparung von 30 Prozent, und zwar auf der Basis von gegenwärtig 450.000 bis 650.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Die Stadt wird mit dieser hohen Investition „ein gutes Klärwerk für die Zukunft“ erhalten, hieß es. Die Schlammentwässerung funktioniere nach wie vor gut, doch werde nach über 15 Jahren in absehbarer Zeit – die Spanne reicht von fünf bis zehn Jahren – eine Grundüberholung der Filterpressen anfallen. Also weitere unvermeidliche Ausgaben, die auf die Stadt zukommen und möglicherweise die Preise für die Abwasserbeseitigung beeinträchtigen könnten.
Zur Größenordnung dieser Kläranlage, die das Abwasser des gesamten Ambergaus bewältigt: ursprünglich für 19.500 sogenannter Einwohnergleichwerte gebaut – hierin die Industrieabwässer eingeschlossen – beläuft sich die Kapazität auf zurzeit 13.000 bis 14.000 Einwohnergleichwerte.