Alle sind hochzufrieden

125 Jahre ist der Musikzug Bockenem inzwischen alt und feierte dies mit einem tollen Neujahrskonzert.

Neujahrskonzert statt großes Fest - Musikzug Bockenem feiert sein 125-jähriges Bestehen

Nicht nur das Publikum war begeistert. Auch Thomas Linde strahlte bis über beide Ohren. Das Neujahrskonzert des Musikzuges Bockenem war ein voller Erfolg. „Voll“ trifft es tatsächlich, denn in der Schlewecker Marienkirche, in der der Musikzug gerne auftritt, war kein Sitzplatz mehr frei. Einige Besucher mussten sogar im Stehen zuhören. Der musikalische Leiter Thomas Linde war aber nicht nur über den Besuch erfreut, sondern auch mit der Leistung, die seine Schützlinge absolviert hatten. „Ich bin wirklich total zufrieden. Das war ganz klasse“, sagte Linde nach dem Konzert. Nicht nur er, auch die Besucher waren begeistert. Mehrfach gab es „Standing Ovations“, sodass die Musiker mehrere Zugaben spielen mussten.
Das Progamm war bunt gemischt. Zu hören gab es unter anderem die Titelmelodie aus dem Italo-Western „My name is Nobody“, „Caravans Theme“ aus dem amerikanisch-iranischen Film „Der Herr der Karavane“ oder „The Rose“ aus dem gleichnamigen Film. Klassisch wurde es bei Vivaldis Winter und winterlich bei der Petersburger Schlittenfahrt und „Winter wonderland“. Auch einige Wunschlieder aus dem Orchester selbst wurden mit in das Programm aufgenommen. So beispielsweise „Music“ von John Miles. „Music was my first love and it will be my last“ (Die Musik war meine erste Liebe und sie wird meine letzte sein), heißt es dort und „für viele von uns hier sind das Textzeilen, die uns seit sehr langer Zeit begleitet haben“, so Linde. Für einige Mitglieder seit einigen Monaten, für andere seit Jahrezehnten und genau deswegen würden sie gemeinsam Musik machen, über drei Generationen im Orchester vereint.
„Abwechslungsreich soll es sein, für jeden Geschmack etwas dabei,“ sagte Linde bei der Begrüßung. Das ist dem Musikzug wieder einmal bestens gelungen. Entsprechend großzügig fielen am Ende auch die Spenden aus. Darauf hatte der musikalische Leiter natürlich gehofft, „denn 125 Jahre sind zwar schon eine stattliche Zahl, aber ich würde mir wünschen, dass wir auch 130 Jahre Musikzug feiern und uns und unserem Publikum auch in Zukunft eine Freude bereiten können.“
Von der Zahl der Aktiven geht es nicht nur beim Spielmannszug aufwärts (der „Beobachter“ berichtete), auch der Musikzug freut sich darüber, dass die ersten Jugendlichen nun erfolgreich in das Orchester integriert werden konnten. Die vor gut fünf Jahren begonnene Nachwuchsarbeit zahlt sich nun also auch aus. Beim Neujahrskonzert war mit Franziska Tiemann auch eine Gastsängerin mit dabei, die bei einigen Stücken den gesanglichen Part übernahm.
Bis zum nächsten Konzert ist es gar nicht mehr lange hin. Und das wird wieder ein echtes Highlight. Denn schon am Sonnabend, 12. März, findet in der Ambergausporthalle wieder das Konzert der musiktreibenden Züge aus dem Stadtgebiet statt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Güntersberge wird zudem die Güntersberger Blasmusik mit von der Partie sein. Ausrichter in diesem Jahr ist der Bockenemer Musikzug.