Aufbruch in die neue Schule

Die beiden Musiklehrerinnen Anja Fricke und Angela Hübner sorgten mit ihrer Gruppe „Sixpack“ für die musikalische Begleitung.

72 neue Fünftklässler in der Oberschule Bockenem / Gottesdienst und Patenvergabe

Mit einem von den 10. Klassen gestalteten Gottesdienst begann für die Fünftklässler der Oberschule Bockenem das neue Schuljahr. Insgesamt 72 neue Schüler, 38 Jungen und 34 Mädchen wurden begrüßt.
Das Motto des Gottesdienstes war „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Dazu wurde die Clemenskirche mit zahlreichen gebastelten Herzen geschmückt. Damit sollte den Neuzugängen, aber auch den „alteingesessenen“ Schülern klargemacht werden, dass nicht unbedingt der erste Eindruck entscheidend sein sollte, sondern sich alle erst einmal richtig kennenlernen sollten. Oft würde jemand schnell in eine Schublade gesteckt und käme dort nur schwer wieder heraus. Auch mit einem Rollenspiel wurde dies verdeutlicht.
Die musikalische Begleitung lag in den Händen und Stimmen der Gruppe „Sixpack“, deren zwei Sängerinnen auch gleichzeitig als Musiklehrerinnen fungieren. Vorgestellt wurde auch das Patenkind der Schule. Nestor Solorzano kommt aus dem equdorianischen Posorja. Jährlich benötigt er 375 Euro um in die Schule gehen zu können. So war denn auch die Kollekte des Tages für ihn bestimmt. Gut 200 Euro kamen gestern zusammen.
Anschließend kamen die schulinternen Patenschaften an die Reihe. Jeder Fünftklässler bekommt einen Zehntklässler an die Seite gestellt, zu dem er jederzeit gehen kann, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Nach einem letzten Lied gingen die jeweiligen Paten dann gemeinsam von der Kirche zur Oberschule.
Dort ging es dann zunächst in die Aula. Schulleiterin Dagmar Pallinger zählte einige Wünsche auf, die sie an „ihre“ neuen Schüler richtete: „Ich wünsche mir, dass ihr euch und uns am Morgen mit einem Lächeln begrüßt. Seid höflich zueinander und helft euch gegenseitig. Ich wünsche mir neu- und wissbegierige, ideenreiche und aktive Schüler.“ Aber auch einige Versprechungen gab sie: „Wir wollen respektvoll und gerecht sein, immer ein offenes Ohr haben. Wir wollen gemeinsam viel lachen und nach euren Schätzen und nicht nach euren Fehlern suchen.“
Anschließend kam der wohl von allen mit Spannung erwartete Moment. Wer wird mein Klassenlehrer beziehungsweise Klassenlehrerin und mit wem bin ich in einer Klasse? Zwar konnten im Vorfeld Wünsche angegeben werden, doch konnten diese auch erfüllt werden? Am Ende schien es aber, dass dem so war, was an den vielen leisen „Jas“ zu hören war. In der 5aR von Tanja Freiberg sind 15 Jungen und zwölf Mädchen, zu Anja Fricke in die 5bR gehen 15 Jungen und elf Mädchen. Den Hauptschulzweig mit der 5cH betreut Andreas Maurer. Zu ihn kommen acht Jungen und ebenfalls elf Mädchen.
Eine Stunde lang konnten sich die neuen Klassenkameraden anschließend in den neuen Räumen „beschnuppern“, bevor es erst einmal wieder ins Wochenende ging.