Aus dem Förderverein der Freiwilligenagentur MiA wird ein Trägerverein

Satzungsänderung einstimmig beschlossen / Bürgermeister Martin Bartölke: „Zumindest immer für das kommende Jahr Sicherheit“ / Angelika Sozius neue Schriftführerin

Die Voraussetzung wurde erfüllt: Der Förderverein der Freiwilligenagentur „Miteinander im Ambergau“ wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in einen Trägerverein umgewandelt. Dies war die Bedingung dafür, dass die Stadt auch ab dem Jahr 2013 finanzielle Mittel freigibt. So steht es jedenfalls im Beschluss, den der Jugendausschuss vergangene Woche gefasst hat (der „Beobachter“ berichtete).
Bürgermeister Martin Bartölke blickte noch einmal kurz auf die vergangenen Jahre seit dem Start der MiA zurück: „Seit dem Beginn im Jahr 2009 hat sich die Agentur sehr positiv entwickelt. Veranstaltungen wie der Weltkindertag und das Weihnachtsdorf werden von den Vereinen immer besser angenommen.“ Der Rat der Stadt habe damals aber beschlossen, dass es eine Förderung nur für einen begrenzten Zeitpunkt geben soll und anschließend ein Sozialverband die Trägerschaft übernehmen solle: „Dies ist auf Grund der schwierigen finanziellen Situation vieler Verbände aber noch nicht erreicht worden. Doch auch hier gibt es ein hoffnungsvolles Signal.“ Denn der AWO-Kreisverband hat sich bereiterklärt, 5000 Euro zuzusteuern. Auf Dauer sei auch eine höhere Summe oder die komplette Übernahme der Trägerschaft möglich. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Die Defizitregelung, über die es im Ausschuss eine heftige Diskussion gab, besagt, dass, sollten die Mittel nicht ausreichen, die Stadt für die nächsten zwei Jahre einspringt. „Viele Projekte haben eine lange Vorlaufzeit. Wir können dann nicht erst im November oder Dezember entscheiden, ob die MiA auch im nächsten Jahr bestehen bleibt. So besteht zumindest immer für das kommende Jahr Sicherheit“, erläuterte der Bürgermeister diese Regelung.
Die Mitglieder des nun ehemaligen Fördervereins entschieden anschließend einstimmig, die Satzung zu ändern. Die Trägerschaft, die bislang in Händen der Stadt lag, wird auf den Verein umgeschrieben. Eine weitere Abstimmung gab es über eine neue Schriftführerin. Susanne Meyer, gleichzeitig Chefin der MiA, gab diesen Posten auf. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde Angelika Sozius einstimmig gewählt.
Nach einer halben Stunde war diese für die Freiwilligenagentur so wichtige und letztlich doch ganz unkomplizierte Versammlung bereits beendet.