Aus „kleinem Fest“ wird bunte Feuerwehr-Sause

Schlewecker Blauröcke feiern 135-jähriges Bestehen / Ehrungen bei gut besuchtem Kommersabend

Optimale Wetterbedingungen bescherten dem Jubiläum „135 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schlewecke“ einen hervorragenden Besuch. Zwar hatte das Kommando mit Blick auf diesen „unrunden“ Geburtstag nur ein kleines Fest angekündigt, doch bereits am Kommersabend drängten sich förmlich die Blauröcke aus dem gesamten Ambergau.
Schlewecke. Alle Feuerwehren des Stadtgebietes hatten ihre Abordnungen geschickt, um der ältesten Freiwilligen Feuerwehr des Ambergaus ihre Reverenz zu erweisen. Der ehemalige Schulhof vor dem Dorfgemeinschaftshaus, auf dem man feierte, glich an beiden Tagen einer Zeltstadt, da man mit der Aufstellung von Feuerwehrzelten wettermäßig sicher gehen wollte.
Die Feuerwehr als unverzichtbare Einrichtung für das Allgemeinwohl der Bürger, ihren Beitrag für die Bereicherung des kulturellen Lebens auf dem Lande, doch auch ihr Beispiel für ehrenamtliches Wirken und ihre positive Nachwuchsarbeit würdigten im Verlauf des Kommersabends Abschnittsleiter Alexander Bielek, Stadtbrandmeister Alfred Schneider, Bürgermeister Martin Bartölke, Ortsbürgermeister Andreas Taentzler, Wolfgang Klinner als Vorsitzender der Schlewecker Kyffhäuser-Kameradschaft und Pastorin Christina Sindermann, die erst kürzlich als förderndes Mitglied der Ortsfeuerwehr beigetreten war.
Ihre Beförderung zu Hauptfeuerwehrmännern erhielten an diesem Abend Gerhard Eberleh, Holger Leichsering und Timo Ohms, die zum Löschmeister Wolfgang Klinner und die zum Hauptlöschmeister Ralf Janietz. Für 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde dem 1. Hauptfeuerwehrmann Karl Linde das Niedersächsische Ehrenzeichen in Gold überreicht. Das Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige Treue nahm Hauptfeuerwehrmann Martin Bartölke in Empfang. Bartölke, Bürgermeister der Stadt und in den letzten Jahren wieder Einwohner von Schlewecke, gehörte laut den umfangreichen Recherchen der Feuerwehrführung – so der Stadtbrandmeister – am Kommerstag genau 300 Monate und acht Tage der Feuerwehr an.
Dem offiziellen Teil, der mit einem gemeinsamen Kirchgang und einer Kranzniederlegung am Ehrenmal eingeleitet worden war, schloss sich ein geselliges Beisammensein an. Höhepunkt am folgenden Tag war der Umzug durch das Dorf, an dem sich 20 Formationen beteiligten. Darauf folgten ein Kaffeenachmittag mit Kinderfest und als Abschluss am Abend ein Festball.