Bald wird gepflanzt

An dieser Stelle soll die Streuobstwiese der Oberschule Bockenem entstehen. Hier erklärte Rektorin Dagmar Pallinger vor einiger Zeit ihren Schülern, was das überhaupt ist

Oberschule startet am 17. Oktober mit dem Projekt „Streuobstwiese“

Ein ganz besonderes Projekt startet in zwei Wochen an der Oberschule Bockenem – die Streuobstwiese.

Die Planungen dazu laufen bereits seit Längerem (der „Beobachter“ berichtete“. Nun steht der Beginn kurz bevor.
Am Freitag, 17. Oktober, ist die ganze Schule auf den Beinen, wenn auf einem 3500 Quadratmeter großen Areal die heimischen Obstbäume gepflanzt werden. Das Gelände befindet sich direkt hinter der Schule an der Karl-Binder-Straße. Jede Klasse wird einige Bäume in die Erde bringen. „Insgesamt geht die Anzahl an Streuobstwiesen zurück“, sagt Rektorin Dagman Pallinger. Es sei für Vereine schwer, auf Dauer die Ehrenamtlichen zu bekommen, die große Flächen aufrechterhalten. Für Schulen seien Streuobstwiesen aber geeignet. „Es ist ein sehr nachhaltiges Projekt. Wir werden immer wieder damit arbeiten können, ob bei der Beschneidung der Bäume oder der Ernte. Es kann auch eine Schülerfirma gegründet werden, die sich damit befasst“, freut sich Pallinger auf die vielen Möglichkeiten.
Ins Rollen gebracht hat das Projekt der Lehrer Dirk Dräger, der federführend für das Projekt „Umweltschule“ ist. Die Oberschule Bockenem beteiligt sich seit 1997/98 regelmäßig am Projekt „Umweltschule“ und wurde für verschiedene Ideen bereits mehrmals ausgezeichnet.
Der offizielle Teil der Streuobstwiesenpflanzung beginnt am Freitag, 17. Oktober, um 10 Uhr. Neben Vertretern von Schule, Stadt, Landkreis und Umweltverbänden, sind auch die niedersächsischen Minister für Umwelt und Landwirtschaft eingeladen. Ob sie vor Ort sein werden, ist aber noch ungewiss. Gern gesehen sind auch alle Eltern, Sponsoren oder sonstige interessierte Personen. Denn nach der offiziellen Eröffnung lädt die Schule zu einem großen Imbiss ein – selbstverständlich zum Thema „Rund ums Obst“. Es wird Ausstellungen und Aktionen zum Thema „Streuobstwiese“ geben. Auch werden einige bisherige Umweltprojekte der Schule gezeigt. Institutionen, mit denen in Zukunft zusammengearbeitet werden wird, wie die Jägerschaft oder die Imker werden sich präsentieren.
Wer sich im Vorfeld schon einmal über Streuobstwiesen informieren möchte, kann dies am morgigen 3. Oktober tun. Denn dann findet der „Hildesheimer Streuobstwiesentag“ statt. Die insgesamt acht Wiesen im Landkreis können erkundet werden, teilweise besteht auch die Möglichkeit, selbst mit zu ernten. Sie befinden sich in Sehlen, Groß Düngen, Everode, Giesen, Wittenburg und drei in Hildesheim. Weitere Infos unter www.streuobst-hildesheim.de.