Bauwagenprojekt einen Schritt vorangekommen

Mittlerweile steht der Bauwagen im Garten der Wohngruppe in der Bürgermeister-Sander-Straße. Mit Frühjahr erfolgen die letzten Arbeiten. (Foto: Vollmer)

Wohngruppe der evangelischen Jugendhilfe braucht aber weitere Spenden

Die Suche nach einem geeigneten Bauwagen gestaltete sich für die Wohngruppe der evangelisch-lutherischen Jugendhilfe Bockenem schwieriger als zuvor erwartet.

„Viele waren einfach zu alt oder marode“, berichtete Gruppenpädagoge Frank Schröder. Er war schon der Verzweiflung nahe als ihn schließlich ein gutes Angebot aus Wolfenbüttel erreichte. Damit war die Wohngruppe ein Schritt näher an der lang ersehnten Rückzugsmöglichkeit aus dem doch manchmal recht turbulenten Alltag. „Der Verkäufer hat ihn dann auch noch nach Bockenem gebracht. Das hat uns die Sache auch leichter gemacht“, berichtete der Mitarbeiter. In einer groß angelegten Aktion wurde der Zaun zum Grundstück der Sparkasse abgebaut und der Bauwagen über den Parkplatz in den Garten geschafft. Dort wartet er nun auf den letzten Feinschliff.
Die erste Idee, eine Rückzugsmöglichkeit für die jungen Leute zu schaffen, entstand bereits vor mehr als zwei Jahren. Die Wahl fiel schließlich auf einen ausgedienten Bauwagen. Nun musste das Projekt aber auch noch finanziert werden. So entschloss sich die Wohngruppe, sich mit einem Stand beim Martinimarkt zu beteiligen. Der Verkauf brachte allerdings nicht den erwünschten Ertrag in der Kasse. Damit geriet das Vorhaben in Gefahr. Dank einiger Spender aus der Nachbarschaft, die zusammen einen Betrag von 2000 Euro für den Bauwagen zur Verfügung stellten, konnten die Pläne dann doch weiter verfolgt werden.
Der Zeitplan, dass die Jugendlichen den Wagen bereits beziehen konnten, geriet allerdings ins Wanken als ein Wasserschaden im Haus einen unerwarteten Handwerkereinsatz nach sich zog. „Es war zeitlich einfach nicht zu machen. Eine Zeit lang konnten wir dort auch gar nicht wohnen“, erläuterte Frank Schröder. Nun werden die letzten Arbeiten im Frühjahr über die Bühne gehen. Es fehlt zum Beispiel noch das Innenleben mit der Möblierung. Auch ein Stromanschluss ist angedacht.

Weitere Spendengelder werden benötigt

Allerdings sind die Spendengelder mittlerweile aufgebraucht. Damit es in der Bürgermeister-Sander-Straße weitergehen kann, ist die Gruppe dringend auf eine weitere Unterstützung angewiesen. Wer helfen möchte, kann sich unter der Rufnummer (05067) 5607 an Frank Schröder wenden. Wenn die Gestaltung beendet ist, freuen sich die acht Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren schon einmal auf eine tolle Zeit im Bauwagen. „Ein wenig Abenteuer gehört natürlich auch mit dazu“, betont der Gruppenpädagoge.