Berufsorientierung beim SV Bockenem 2007

In kleiner Gruppe lernen die Jugendlichen (fast) alles, was sie zum Berufsstart wissen müssen.

Acht Jugendliche nehmen an dem Projekt derzeit teil / Hilfe bis zum Start einer Ausbildung

Bereits seit einigen Monaten läuft beim SV Bockenem 2007 das Projekt „Berufsorientierung“. Damit sollen Jungen und Mädchen, aber auch junge Erwachsene, bei ihrer Suche nach einer Ausbildungsstelle unterstützt werden. Mit Tanja Lichthardt von der Arbeitsagentur, die dort unter anderem für Berufsorientierung und Ausbildung zuständig ist und Rüdiger Weise von der örtlichen Volksbank, der eine spezielle Ausbildung für diesen Bereich hat, stehen den Jugendlichen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Das Konzept ist so ausgelegt, dass in Kleingruppen und Einzelgesprächen möglichst individuelle Hilfe geboten wird. Bei der ersten Runde machen derzeit acht Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren mit. „Größer darf die Gruppe auch nicht werden. Sonst ist es wie in der Schule und man kann nicht auf die Wünsche des Einzelnen eingehen“, meint Rüdiger Weise.

Alle zwei bis drei Wochen trifft sich die Gruppe im Vereinsheim. Zunächst einmal ging es um grundlegende Dinge. In welcher Situation befinde ich mich überhaupt, was für einen Beruf strebe ich an? In einem zweiten Schritt sollen dann Bewerbungsmappen erstellt und die Teilnehmer auf ein mögliches Bewerbungsgespräch vorbereitet werden. „Dabei müssen teilweise erst einmal grundlegende Dinge angesprochen werden. Wie führe ich überhaupt ein Telefonat mit jemandem aus dem Personalbüro? Einigen muss beigebracht werden, dass sie ihrem Gegenüber bei einem Gespräch in die Augen gucken. Wir wollen hier noch viel mehr in die Einzelheiten gehen, als es in der Schule in großen Gruppen möglich ist“, erklärt Weise. Dass das klappt, kann unter anderem der 15-jährige Johannes Emmermann bestätigen, einer der Teilnehmer: „Das ist hier alles viel intensiver. Es wird mehr auf die persönlichen Bedürfnisse eingegangen.“
„Ich freue mich, dass wir dieses Projekt auf die Beine stellen konnten“, so Jugendleiter Stefan Hinz, „wir wollen unsere Jugendlichen nicht nur auf dem Platz, sondern auch darüber hinaus, soweit es möglich ist und sie es wollen, voranbringen.“ Angelegt ist das Projekt vorerst auf unbegrenzte Dauer. „Wir stehen so lange als Ansprechpartner zur Verfügung, bis die Teilnehmer einen Ausbildungs- oder Studienplatz gefunden haben“, teilt Tanja Lichthardt mit. Und bis dahin stehen dann auch schon die nächsten Jugendlichen des Vereins in den Startlöchern und können zur Gruppe hinzustoßen.