Besondere Ehrungen vorgenommen

Günther Berger (links) und Birgit Voß (3. von links) wurden für 60 beziehungsweise 40 Jahre geehrt. Dem Ehepaar Gaschler wurde für die 20-jährige Leitung der Frühschoppenrunde gedankt. Es gratulieren Heinrich Uthoff (2. von links) sowie der Vorsitzende Heinz-Werner Köhler (2. von rechts) und Schriftführerin Hildegard Köhler (rechts).

Kolpingsfamilie Bockenem ehrt langjährgen Vorsitzenden und ein evangelisches Mitglied

Viele Erinnerungen hat Günther Berger an die Kolpingsfamilie Bockenem. Immerhin ist er bereits seit 60 Jahren Mitglied

. Eingetreten ist er zwar in Goslar, doch schon seit langer Zeit gehört Berger den Bockenemern an. Als er dorthin kam, stand die Gruppe kurz vor der Auflösung. Der Neuankömmling trat bei seiner ersten Teilnahme energisch für den Erhalt ein und hatte damit Erfolg. Lange Zeit hatte er später auch den Vorsitz inne und war so intensiv dabei, dass für viele Auswärtige heute immer noch die Bockenemer Kolpingsfamilie und Günther Berger quasi synonym verwendet werden. So ist es nicht verwunderlich, dass Berger immer wieder alte Geschichten zu berichten weiß. Sogar ein „Kolpingszimmer“ gibt es in seinem Zuhause. Mit einem kräftigen Applaus bekam er schließlich die Ehrung überreicht.
Birgit Voß wurde für ihre 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Auch dies ist etwas besonderes, ist Voß doch evangelisch. Damals gab es durchaus Einwände, doch Günther Berger konnte alle davon überzeugen, dass dies kein Problem sei. Schließlich habe selbst der Grünnder Adolf Kolping schon gesagt, dass er offen für alle sei. „Wir haben noch zwei weitere evangelische Mitglieder und freuen uns über jeden, der kommt“, sagt auch der aktuelle Vorsitzende der Bockenemer Gruppe Heinz-Werner Köhler.
Als Höhepunkt fand im vergangenen Jahr die Feier zum 40-jährigen Bestehen der St. Clemenskirche statt. Zwei Mitglieder fuhren auch zu den Feierlichkeiten zum 150. Todestag von Adolf Kolping nach Köln. Darüberhinaus fanden einige alljährliche Veranstaltungen wie eine Fahrradtour, der Grillabend im Sommer, ein Quizabend oder Vorträge statt. Auch am Weihnachtsdorf der MiA nahmen die Kolpingsbrüder und -schwestern teil.
In diesem Jahr stellt sich am 17. Februar, ab 19 Uhr, die neue ­Gemeindereferentin Elisabeth Thoben-Heidland im Clemenshaus vor. Am 16. März leitet Markus Bischoff ab 19 Uhr den Quizabend und am 20. April führt Pastor Ralph Thomas Strack ab 19 Uhr durch die evangelische St. Pankratiuskirche. Auch der Grillabend, Adventskaffee, Spieleabend und eine Fahrradtour zur St.-Oliver-Wallfahrt nach Lamspringe stehen im Programmheft für 2016. Zum Jahresabschluss gibt es die gemeinsame Fahrt mit der Seesener Kolpingsfamilie zum Weihnachtsmarkt nach Nürnberg.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt während der Versammlung war die Verabschiedung einer Satzung. Bislang hatte nur der Hauptverband eine Satzung. Nun sollen auch alle einzelnen Gruppen eine solche haben. Nach kurzer Diskussion wurde der Vorschlag des Vorstandes einstimmig angenommen.
Gedankt wurde auch dem Ehepaar Gaschler, das bereits seit 20 Jahren die Frühschoppenrunde leitet. Nachdem der Gottesdienst nach der Gemeindezusammenlegung mit Seesen nun immer Samstagabends gefeiert wird, findet das Frühschoppen zweiwöchig am Sonntag nach einem kurzen Laudesgebet statt. „Wir werden aber immer weniger. Momentan sind wir nur noch maximal 15 Personen“, teilte Ambosius Gaschler mit. Er hofft, dass die Gruppe noch lange bestehe. Immerhin seien in den 20 Jahren unter seiner Leitung mehr als 11.000 Euro an Erlösen an soziale Zwecke gespendet worden (der „Beobachter“ berichtete). Willkommen seien dazu nicht nur Kolpingsmitglieder. Die Kolpingsfamilie Bockenem zählt momentan unverändert zum Vorjahr 41 Mitglieder.