Bockenem lädt sich für 4. Hansetage Gäste ein

Herold Jörg-Dieter Besch (links) und Hansebeauftragter Holger Pieper mit Glocke: Die Hansestadt Bockenem warb in Lüneburg erfolgreich für sich.

Stadt präsentiert sich bei Internationalen Hansetagen in Lüneburg von bester Seite / „Gute Gespräche und Kontakte“

Bockenem (LB). „Das war eine wirklich gute Werbung für unsere Stadt“: Bockenems Bürgermeister Martin Bartölke zeigte sich Montagfrüh hellauf begeistert über den Erfolg, den man mit einem eigenen Stand bei den Hansetagen in Lüneburg verbuchen konnte. Die über 200.000 Besucher dieser Veranstaltung setzten sich zum einen von solchen aus Lüneburg und seinem Umland zusammen, zum anderen handelte es sich um Personen und Abordnungen aus dem In- und Ausland, darunter aus den über 100 Hansestädten. Vor allem diejenigen aus der zweiten Gruppe hätten sich sehr interessiert gezeigt.
Der Bockenemer Stand sei auch deshalb gut angekommen, weil man mit der Einladung zu den 4. Bockenemer Hansetagen geworben habe, die in der Zeit vom 18. bis 19. Mai nächsten Jahres stattfinden werden. „Diesen Termin haben sich viele schon vorgemerkt und den entsprechenden Flyer mitgenommen“, sagte Bartölke.
Die bei den Hansetagen 2011 gegossene Glocke, die als Zeichen der ehemals bedeutenden Weule-Glockenproduktion in Bockenem ebenfalls mit nach Lüneburg genommen wurde, erwies sich immer wieder als besonderer Hingucker, vor allem, wenn sie beim Hochheben auch angeschlagen werden konnte. Kurzum: Bockenem präsentierte sich von seiner besten Seite.
Auch habe es, wie der Bürgermeister weiter ausführte, viele gute Gespräche und Kontakte gegeben, so mit Veranstaltungsagenturen, Busunternehmen und mit Verantwortlichen aus Herford und Lübeck, wo die nächsten beiden Internationalen Hansetage ausgerichtet werden.
Ein in der Summe positives Fazit also für die Ambergaumetropole, in der man jetzt wieder das „Fenster Tourismus“ weiter aufzuschlagen gedenkt, nachdem dieses in den letzten Jahres so gut wie vergessen gewesen war. Dabei bieten Bockenem als historische Fachwerkstadt und der Ambergau für Besucher immer wieder einen Anziehungspunkt, was Gespräche mit Auswärtigen bezeugen. Jetzt muss sich die Stadt nur noch geschickter in Szene setzen.
Früher gab es einmal eine Touristinformation im Rathaus und eine Infotafel mit den sehenswerten Punkten auf dem Markt. Diese wieder einzurichten, scheint bei der in Gang gekommenen Hanseeuphorie zumindest überlegenswert, ebenso wie die Erstellung einer knappen, aber ansprechenden Broschüre zu den interessanten Stellen im Stadtgebiet, der Kontakt zu Tourismusverbänden und ein tourismusbezogenes Zusammenwirken mit Nachbarstädten wie Hildesheim, Seesen oder Goslar. Damit eröffnet sich für die Stadt ein neues Betätigungsfeld.