Bönnier Volksschüler schwelgen in Erinnerungen

Die ehemaligen Volksschüler aus Bönnien haben ein Wiedersehen gefeiert.

Zum Klassentreffen der Jahrgänge 1948 bis 1950 kommen insgesamt 17 ehemalige Schüler

Es gibt Erinnerungen, die auch heute immer wieder noch für Gesprächsstoff sorgen. Davon kann Dieter Schulz ein Lied singen. „Wir Kinder mussten in der Zeit nach den Kriegsjahren Altpapier sammeln, damit unsere Eltern für uns neue Schreibhefte kaufen konnten. Plötzlich hieß es, in Hildesheim gibt es Schiefertafeln. Was haben wir uns gefreut. Nicht zuletzt waren wir auch ein wenig stolz, als unsere Väter und Mütter eine Tafel ergattern konnten“, berichtete der ehemalige Bönnier Volksschüler beim Klassentreffen der Jahrgänge 1948 bis 1950.
Noch gut in Erinnerung sind ihm auch die Schulspeisungen geblieben. Erbsen- und Kakaosuppe wurden damals unter anderem serviert. „Es war auch die Zeit der Hausschlachtungen. Die Kinder, deren Eltern ein Schwein schlachten ließen, bekamen keine Schulspeise. Das waren Selbstversorger“, blickt Dieter Schulz zurück. Das Essen musste von zwei Schülern in zwei Bottichen auf einem Handwagen von der ehemaligen Realschule in Bockenem abgeholt werden.
17 ehemalige Schüler nahmen an der Wiedersehensfeier teil. Sie reisten unter anderem aus Hannover, Lahstedt, Hildesheim, Bad Salzuflen oder auch aus Remscheid an. Viele sind aber noch in Bockenem und Umgebung zu Hause. Als traurige Pflicht wurden auf den Gräbern der verstorbenen Mitschüler Rosen niedergelegt. Zum Programm gehörten eine gemeinsame Kaffeetafel und ein kleiner Rundgang durch den Ort. Viele freuten sich darüber, dass die Sanierung der Störyer Straße abgeschlossen ist. Anschließend warteten dann ein Abendessen und viele weitere Anekdoten auf die Teilnehmer.