Bonsai-Freunde präsentieren sich

Der Bonsai-Arbeitskreis Bockenem hatte zur mittlerweile sechsten Ausstellung eingeladen. (Foto: Vollmer)

Trotz Ferienzeit: Guter Besuch / Monatliche Treffen des Arbeitskreises

Trotz Ferienzeit und Freibadwetter ist der Bonsai-Arbeitskreis Bockenem mit dem Besuch seiner mittlerweile sechsten Ausstellung mehr als zufrieden. „Bereits kurz nach der Eröffnung war hier jede Menge los“, freute sich Bonsaizüchter Frank Kolberg. Rund 70 Pflanzen der unterschiedlichsten Art gab es in den Räumen der Firma Bauelemente Claus Gerlach am ehemaligen Bockenemer Bahnhof zu bestaunen. Das Alter der Bäumchen reichte bis zu 30 Jahren. „Dazu zählen insbesondere Kiefern oder Erlen“, erläuterte Frank Kolberg.
Ganz besonders hat sich Waldemar Bieber auf den Tag gefreut. Für ihn war die Präsentation seiner schönsten Pflanzen eine ganz besondere Premiere. Schließlich trifft sich der Hannoveraner erst seit kurzer Zeit im Bonsai-Arbeitskreis mit gleichgesinnten Züchtern. „Die ersten Erfahrungen mit den Mini-Bäumchen habe ich in Baumärkten gemacht. Da bin ich richtig auf den Geschmack gekommen“, berichtet Waldemar Bieber. Anschließend begann der Karosseriefahrzeugbauer damit, einschlägige Fachliteratur über die fernöstliche Gartenkunst zu wälzen. „Ich wollte selbst Hand anlegen“, so der 36-Jährige.
Doch der Bonsaifreund stellte schnell fest, dass zwischen der Theorie und Praxis Welten liegen. Vor allem tauchten bei der Pflege die ersten Probleme auf. „Es gibt große Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Pflanzenarten. Vorher war mir gar nicht bewusst, dass es verschiedene Erdmischungen gibt“, erläutert Waldemar Bieber, der sich im Frühjahr dem Bonsai-Arbeitskreis Bockenem angeschlossen hat.
Bei den monatlichen Zusammenkünften bekam er zahlreiche Tipps an die Hand, wie es den empfindlichen Bäumen stets gut geht. Mittlerweile kümmert sich der 36-Jährige um mehr als 30 Pflanzen der unterschiedlichsten Art. Auch einige ältere Bonsais gehören mit dazu. „Vor Kurzem habe ich mir eine Mädchen-Kiefer gegönnt. Die finde ich besonders schön“, so Waldemar Bieber.
In erster Linie werden bei den Treffen des Arbeitskreises Tricks und Kniffe, zum Beispiel rund um das Schneiden oder die Pflege, weitergegeben. „Wir möchten mit unseren Aktivitäten das Interesse der Allgemeinheit wecken und ihnen das vielseitige Hobby ein wenig näherbringen“, so Kolberg. Die Besucher der Ausstellung konnten sich auch an handgetöpferten Schalen erfreuen. Kaffee und Kuchen standen ebenfalls bereit.
Wer mit den Bonsaifreunden Kontakt aufnehmen möchte, kann sich an Frank Kolberg, Telefon 0173/9358850, oder Bernd Schökel, Telefon 0176/70713666, wenden. Eine Reihe Bonsai-Pflanzen präsentieren die Züchter aus dem Ambergau auch am Sonnabend, 31. August, im Ameos-Klinikum in Hildesheim.