Bonsaifreunde ergattern Tipps von Profis

Im Bockenemer Gemeindehaus waren über 60 Bonsai-Bäumchen zu sehen. Auch zahlreiche Anfänger informierten sich bei den Profis über die Pflege der empfindlichen Pflanzen. (Foto: Vollmer)

Zahlreiche Besucher kamen zu der Ausstellung im Gemeindehaus / Pastor hält Vortrag zur japanischen Kultur

Bockenem (vo). Wieder einmal hat sich das Bockenemer Gemeindehaus als Treffpunkt aller Bonsaifreunde aus der Region entpuppt. Besonders positiv fiel den Gästen der mittlerweile fünften Ausstellung die einheitliche Präsentation der 63 Bäumchen auf, die teilweise ein stattliches Alter aufweisen. „Wir haben kräftig in das Erscheinungsbild investiert. Vor allem haben auch die neuen Mitglieder Ideen eingebracht“, berichtete Sven Rabsch vom Bonsaiarbeitskreis, der sich jeden Monat in Bönnien zum Erfahrungsaustausch trifft. Aber auch im kommenden Jahr wollen die Freunde neue Akzente bei der Präsentation setzen. Details will Rabsch aber noch nicht verraten. „Wir möchten immer mal wieder neue Ideen bringen, damit es für den Besucher nicht eintönig wird“, erläutert der Bonsai-Experte.
Mit dem Zuspruch sind die Initiatoren wieder sehr zufrieden. „Schon in den Morgenstunden strömten die Besucher nur so zu uns“, berichtet Sven Rabsch. Die zahlreichen Besucher bestaunten zum Beispiel die zwei über 50 Jahre alten japanischen Ulmen. Wieder einmal gehörten auch viele Schalen und Gefäße mit zum Angebot. Sie wurden von einigen Bonsaifreunden in mühevoller Handarbeit selbst getöpfert. Blicke zogen auch die Yamadori-Pflanzen auf sich. Im Vergleich zu den traditionellen Bonsaipflanzen wurden sie in der freien Natur gefunden und dann zwei Jahre als Bonsai in einer Schale kultiviert. Die traditionellen Bäumchen werden im Gegensatz dazu gleich in die entsprechende Form gebracht. „Die Pflege ist aber im Endeffekt gleich“, erläutert der Experte. Im Gemeindehaus war zum Beispiel eine Rotbuche zu sehen. Sven Rabsch warnt aber davor, einfach so im Wald eine Pflanze auszubuddeln. „Dazu muss eine Genehmigung vorliegen“, so der Bönnier.
Die Gäste, darunter auch zahlreiche Anfänger, nutzten die Gelegenheit, um von den Profis den einen oder anderen nützlichen Tipp zu ergattern. Verschiedene Vorführungen, insbesondere zur Pflege der empfindlichen Bäumchen, fanden ebenfalls das Interesse der Besucher. Im weiteren Verlauf der Schau hielt Bockenems Pastor Ralph Thomas Strack einen Vortrag zur japanischen Kultur. Ein großes Angebot an Kaffee und Kuchen rundete die Präsentation ab.