Bonsaifreunde laden am Sonntag ins Bockenemer Gemeindehaus ein

Die Bonsaifreunde aus Bockenem und Umgebung – hier beim Beschneiden der Mini-Bäume – bereiten ihre fünfte Ausstellung vor, die am 1. Juli im Bockenemer Gemeindehaus stattfindet. (Foto: Vollmer)
Bockenem (vo). Die Bonsai­freunde aus Bockenem und Umgebung bereiten gerade ihre fünfte Ausstellung vor. Dazu werden am kommenden Sonntag, 1. Juli, von 10 bis 17 Uhr wieder zahlreiche Besucher im Gemeindehaus am Papenberg erwartet.
„Wir präsentieren etwa 50 Pflanzen der unterschiedlichsten Art, auch einige neue sind zu sehen“, erzählt Bonsaizüchter Sven Rabsch aus Bönnien. Nach der letzten Schau fanden drei neue Mitglieder zu den Bonsaifreunden, die sich an jedem ersten Sonnabend im Monat bei der Familie Rabsch zum Erfahrungsaustausch treffen. Zehn Personen gehören derzeit zu der Runde. Mittlerweile gäbe es auch keine Probleme mehr damit, spezielle Erde aus Japan zu bekommen, berichtet der Experte. Nach dem Reaktorunglück von Fukushima war es im vergangenen Jahr zu Lieferengpässen gekommen. Während im Sommer Beratungen und Tipps zum richtigen Beschneiden der Bäumchen im Vordergrund stehen, treffen sich die Bonsaifreunde im Winter auch schon mal zum Töpfern von Gefäßen und Schalen.
Die Gruppe würde sich über neue Mitstreiter freuen. „Es können ruhig noch mehr Teilnehmer werden. Vor allem möchten wir den Neulingen die Angst nehmen, etwas falsch zu machen“, erzählt Sven Rabsch. Damit der Spaß von langer Dauer ist, müssen aber einige Regeln beachtet werden. „Viele Bonsai-Bäume gehen ein, weil sie zu viel Wasser bekommen. Dann verfaulen die Wurzeln. Als Konsequenz stirbt die Pflanze“, berichtet Rabsch, der durch einen Naturfilm zu dem Hobby gekommen ist. Derzeit hegt und pflegt der Bönnier gut 35 Bonsais, die teilweise bis zu 40 Jahre alt sind. Ihn fasziniert zum Beispiel der fortlaufende Prozess, denn bei den Mini-Bäumchen gibt es nie einen Abschluss.
Zur Grundausstattung eines zukünftigen Bonsai-Besitzers gehört eine handelsübliche Nagelschere. Das Schneiden hängt vom jeweiligen Baum ab. Bonsais, die in Räumen stehen, können das gesamte Jahr gestutzt werden. Im Freien sollte eine ganz individuelle Behandlung erfolgen. In erster Linie werden bei den Treffen Tricks und Kniffe, zum Beispiel rund um das Schneiden oder die Pflege, weitergegeben. Außerdem stehen gemeinsame Besuche von Ausstellungen auf dem Programm.
Bei der Schau am 1. Juli haben die Besucher die Möglichkeit, an speziellen Vorführungen teilzunehmen. Tipps und Tricks aus erster Hand gibt es gratis dazu. Insbesondere können sich Anfänger beraten lassen. Handgetöpferte Schalen werden ebenfalls präsentiert.
Gegen 15.30 Uhr hält Pas­tor Ralph Thomas Strack einen Vortrag. Ebenso werden wieder zahlreiche Bonsaizüchter aus den umliegenden Städten erwartet. Kaffee und Kuchen stehen im Gemeindehaus bereit.