Buntes Flohmarkttreiben in den Klassenräumen

Auch die Bornumer Kindergartenkinder statteten dem Flohmarkt in der Grundschule einen Besuch ab. (Foto: Knoblich)

Bornumer Grundschüler bieten ausrangierte Spielsachen an / Kartons für Tschernobyl-Aktion gepackt

Von Karsten Knoblich
Bornum

Flohmärkte gibt es mittlerweile ja bekanntlich wie Sand am Meer und in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen – die einen gehen in den großen Parkhäusern von Einkaufsmärkten oder in riesigen Hallen auf Schnäppchenjagd, andere bevorzugen lieber die familiäre Atmosphäre von Garagen- oder kleinen städtischen Flohmärkten. Aber einen Flohmarkt speziell von Kindern für Kinder, den gibt es nicht alle Tage. Einen solchen hatte dieser Tage die Grundschule Bornum auf die Beine gestellt – zum dritten Mal übrigens in dieser Form.
Das Prinzip ist ganz einfach: Die Kinder bringen gut erhaltene (Spiel-)Sachen mit, die sie möglichst zu Hause schon auszeichnen und verkaufen sie zu kleinen Preisen. Dass sie daneben natürlich auch selber in den anderen Klassen auf Einkaufstour gingen, versteht sich wohl von selbst. Da konnte es dann durchaus schon mal passieren, dass ein soeben eingefahrener Gewinn schnell wieder dahinschmolz. An verlockenden Angeboten mangelte es jedenfalls nicht. Die Palette reichte von Benjamin-Blümchen-Hörspielen über Kinderbücher bis hin zu Kuscheltieren und natürlich tollen Spielsachen.
Doch die rund 90 Schülerinnen und Schüler blieben an diesem Vormittag nicht nur unter sich. Vielmehr hatte man sich die Jungen und Mädchen der Kindergärten aus Bornum und Mahlum eingeladen. Aus gutem Grund, wie Lehrerin Ute Seibert weiß: „Eine solche Veranstaltung ist gerade für die Schulanfänger 2012 eine gute Gelegenheit, schon einmal Schulluft zu schnuppern.“
Nun wird bei einem solchen Flohmarkt natürlich nicht alles verkauft. Ehe die Schüler also das zu Hause bereits Aussortierte wieder mitnehmen, tun sie lieber noch ein gutes Werk. Wie schon in den letzten Jahren, packten die Kinder im Anschluss an den Flohmarkt Schuhkartons für die Aktion Tschernobyl. „Da können dann noch weitere Dinge wie haltbare Nahrungsmittel und Süßigkeiten, Buntstifte und so weiter eingepackt werden“, erklärt Schulleiterin Christine Luther. Die Schuhkartons werden abschließend noch dekoriert und – ganz wichtig – beschriftet, damit klar ist, ob das Paket für einen Jungen oder ein Mädchen bestimmt ist. „Manche Kinder legen sogar noch einen persönlichen Gruß mit rein“, sagt Christine Luther.
Die Sachen – insgesamt kamen diesmal etwa 80 Kartons zusammen – wurden bereits von der Familie Hoffmeister abgeholt und zur Sammelstelle nach Hönze gebracht.