CDU baut ihren Vorsprung aus

Ergebnisse der Wahlen zum Stadtrat Bockenem
 
Die künftigen Mandatsträger im Stadrat Bockenem - Teil 1

Parteien gehen mit gemischten Gefühlen aus dem Wahltag

Im Stadtrat Bockenem bleibt die CDU die stärkste Kraft, sie kann ihren Vorsprung auf die SPD sogar noch deutlich ausbauen.

Denn während die Sozialdemokraten vier Prozentpunkte verlieren und nur noch auf 36,1 Prozent der Wählerstimmen kommen, erreicht die CDU diesmal 45,2 Prozent und gewinnt somit noch einmal 2,7 Prozentpunkte hinzu.
Sehr zufrieden ist man entsprechend bei den Christdemokraten. „Wir haben eine starke Liste und viele neue in der Fraktion. Das freut mich persönlich sehr“, so ihre Stadtverbandsvorsitzende Christina Philipps. Sie wies auch speziell auf die starken Ergebnisse in Bornum und überraschenderweise auch in Jerze hin. Erfreut ist sie auch über die gestiegene Wahlbeteiligung.
Ein Ziel für die kommenden fünf Jahre sei es zum Einen, die Kernstadt voranzubringen. Wichtig ist ihr auch das harmonische Zusammenleben aller Ortschaften im Ambergau. Bevor es zu einer eventuellen Koalition kommt, will die CDU erst einmal das genaue Ergebnis abwarten.
Bei der SPD geht man mit gemischten Gefühlen aus dem Wahlsonntag. Auf Kreisebene sei das Ergebnis sehr gut ausgefallen. Der klare Sieg für den Landratskandidaten Olaf Levonen hob die Stimmung. „Außerdem sind wir stolz auf die sehr guten Ergebnisse für Karl-Heinz Hodur. Die meisten Direktstimmen auf Stadtratsebene und die viertmeisten Stimmen von allen Kreistagskandidaten sprechen klar für seine Arbeit“, so die Ortsverbandsvorsitzende Dr. Katja Günther-Schade. Hodur wird auch als einziger Bockenemer Vertreter in den Kreistag einziehen.
„Aber ein Minus von vier Prozent auf Stadtratsebene lässt sich nicht schön reden, auch wenn es durch die Nichtkandidatur des Fraktionsvorsitzenden und Bockenemer Ortsbürgermeisters Siegfried Berner erklärbar ist“. Eine solche Lücke müsse erst einmal geschlossen werden, so Günther-Schade weiter. Hier müsse sich die SPD in Bockenem neu aufstellen und „dies wird uns durch die gute Mischung von erfahrenen Ratsherren und motivierten neuen Gesichtern gelingen“, ist sich die Sozialdemokratin sicher. Mit neun Abgeordneten ist die SPD künftig noch im Rathaus vertreten. „Wir haben zwei Frauen im Rat und eine davon ist unter 35. Damit kommen wir unserem Ziel einen Querschnitt durch die Bevölkerung abzubilden näher.“
Ein weiteres Ziel sei eine höhere Wahlbeteiligung gewesen, was auch erreicht worden sei. „Die Aufklärungsarbeit an den zahlreichen Infoständen und bei Hausbesuchen mit unseren Informationsmaterialien hat sicher dazu beigetragen“, meint die SPD-Vorsitzende und dankt allen, die zur Wahl gegangen sind.
Die UWG ist mit ihrem Ergebnis zufrieden, teilt ihr stellvertretender Vorsitzender Ambrosius Gaschler mit. Sie konnte immerhin ihren dritten Platz im Stadtparlament und die beiden Sitze verteidigen. Im Ortsrat Bockenem konnte sie Dank ihrer gewonnenen Stimmen einen zweiten Sitz von den nicht mehr angetretenen Grünen hinzugewinnen. Knapp verpasst wurde ein Mandat im Ortsrat Mahlum. „Der einzige negative Punkt ist, dass wir keinen Kandidaten für den Ortsrat Bönnien gefunden haben und deswegen dort nicht mehr vertreten sind“, erklärt Gaschler. Eine feste Koalition wird die UWG nach seiner Aussage nicht eingehen: „Wir wollen unabhängig bleiben und uns nicht festlegen.“