CDU bereitet sich auf Kommunalwahl vor

Bei der CDU Bockenem standen auch Ehrungen treuer Mitglieder auf der Tagesordnung (von links): Dr. Gerhard Bartels, Christina Philipps, Friedrich Bertram, Heinrich Harenberg und Ralf Marten. (Foto: Vollmer)

Schock der Bürgermeisterwahl wurde nur schwer verdaut

Für den scheidenden Bockenemer Bürgermeister Martin Bartölke war die Hauptversammlung des CDU-Stadtverbandes Bockenem zugleich auch ein Abschied.

Nach acht Jahren als hauptamtlicher und drei Jahren in ehrenamtlicher Mission geht Ende Juli seine Zeit an der Verwaltungsspitze zu Ende. Er nutzte sein Grußwort ebenfalls dazu, um ein Fazit zu ziehen.
„In den acht Jahren meiner Zeit als hauptamtlicher Bürgermeister wurden viele wegweisende Entscheidungen getroffen und große Investitionen getätigt“, erklärte Bartölke. Die Niedrigzinsphase sei geradezu eine Einladung gewesen. Bei einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro hätten sich die Kreditaufnahmen nur um drei Millionen Euro erhöht. Die Differenz konnte durch Einnahmen oder den Haushalt gedeckt werden. „Kindertagesstätten oder der Hortbereich sind in bester Ordnung. Kläranlagen, Gewerbepark oder der Umbau des Schwimmbades waren nur einige größere Themen. „Derzeit beschäftigt uns der Anbau an die Grundschule“, sagte Bartölke. Als einen großen Erfolg bewertete er die Aufnahme in die Förderprogramme. „Schade, dass ich diese Projekte nicht fortführen kann“, bedauert der Schlewecker, der mit seiner Familie auch weiterhin im Stadtgebiet wohnen möchte. Keine Entscheidungen habe es bisweilen zu seiner weiteren beruflichen Perspektive gegeben. „Da ist noch nichts spruchreif“, so Bartölke. Er versprach, der CDU weiterhin als Berater zur Verfügung zu stehen.
„Ich hatte immer einen Bürgermeister an meiner Seite, auf den man sich elf Jahre verlassen konnte“, erklärte darauf der Fraktionsvorsitzende Dr. Gerhard Bartels. Zu Beginn der Versammlung hatte die Stadtverbandsvorsitzende Christina Philipps noch einmal an den schwarzen Tag für die CDU im Februar erinnert: „Die Bürgermeisterwahl war ein großer Schock. Die Verarbeitung des Ergebnisses hat einige Zeit in Anspruch genommen. Wir waren alle sehr betroffen. Es geht aber immer weiter.“ Martin Bartölke habe sehr viel für die Stadt erreicht. Scheinbar hätten die Bürger seine Arbeit nicht gewürdigt.

Mehr zu den Planungen für die Kommunalwahlen lesen Sie im vollständigen Beitrag von Freitag, 24. Juli.