CDU sieht Gewerbepark als Erfolgsgeschichte

Bei der Bockenemer CDU wurden vier Mitglieder für ihre 40-jährige Zugehörigkeit geehrt.

Bei der Versammlung der Christdemokraten werden viele Themen angesprochen / Bürgermeister möchte weitermachen

„Dass die Meteor-Gummiwerke scheinbar gerettet sind, ist wohl die beste Nachricht in diesem Jahr überhaupt“, erklärte der Bockenemer CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Gerhard Bartels in der Hauptversammlung des Stadtverbandes. Bedauerlich seien aber auf der anderen Seite die knapp 200 anstehenden Entlassungen.

Im Fokus seines Berichtes standen die Finanzen der Stadt. Möglicherweise war es der letzte ausgeglichene Haushalt. Die Rücklagen seien aufgebraucht, berichtete der Kommunalpolitiker. Die Bruttoinvestitionen für das Jahr 2014 liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. Einen großen Batzen macht mit 575.000 Euro die neue Technik für die Kläranlage oder die Sanierung der Hindenburgstraße aus. Für diese Maßnahme ist ein Zuschuss von 160.000 Euro avisiert. „Das bringt Vorteile für die Meteor-Gummiwerke sowie die Landwirte“, meinte der Fraktionsvorsitzende.
Für den Brückenbau in Königsdahlum sind 330.000 Euro veranschlagt. 150.000 Euro werden bei der Feuerwehr in Fahrzeuge und Ausrüstung investiert. Als größerer Posten stehen 150.000 Euro für die Grundschule Bockenem im Haushaltsplan, 75.000 Euro entfallen auf die Grundschule Bornum. Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung werden mit 58.000 Euro veranschlagt. Das Ehrenmal auf dem Weinberg bei Nette wird für 13.000 Euro saniert. „Alle Investitionen sind ohne Kreditaufnahme möglich. Irgendwann sind natürlich die Rücklagen aufgebraucht. Tilgungen werden kontinuierlich vorgenommen“, so Bartels.
Auch der Umbau der Grundschule war an dem Abend ein Thema. „Es folgt in nächster Zeit eine Besprechung, in welcher Form das geschehen soll“, informierte der Christdemokrat die Mitglieder. Es gebe durchaus verschiedene Optionen. Er ist der Meinung, den roten Backsteinbau als ein Symbol für die Stadt Bockenem zu erhalten. In den Gesprächen dürfte wohl auch die Nutzung des alten Realschulgebäudes zur Sprache kommen.
Im Gewerbepark konnten zuletzt mehrere größere Flächen verkauft werden. Auf 8.000 Quadratmetern möchte Total Deutschland eine Tankstelle bauen. Ein noch größeres Areal hat sich die Holzhandlung Gundelach aus Hildesheim gesichert. Die Agravis-Tochter will ihren Firmensitz nach Bockenem verlagern. „Die Diskussion um den Windpark geht weiter“, meinte Bartels. Als kompletten Blödsinn stellte der CDU-Mann die vorgesehene Erneuerung des Asphaltbelages in der Königstraße heraus. SPD und UWG hatten mit ihren Stimmen die Maßnahme durchgesetzt. „Es sollte bis zur Stadtsanierung damit gewartet werden“, meinte der Fraktionsvorsitzende.
Bürgermeister Martin Bartölke sieht gute Chancen, dass die Stadt 2015 in das Förderprogramm aufgenommen wird. Mit 200 Personen sei die Bürgerinformation sehr gut besucht gewesen. Auch der Gewerbepark schreibe bislang eine Erfolgsgeschichte. Derzeit konnte eine Fläche von 4,5 Hektar vermarktet werden. 1,5 Hektar seien vorreserviert. Auch zu seiner persönlichen Zukunft gab es in der Hauptversammlung eine konkrete Aussage. Er könne sich schon vorstellen, das Bürgermeisteramt ein paar Jahre länger ausüben zu wollen. Demzufolge dürfte eine Kandidatur für die Wahl im Jahr 2015 wohl außer Frage stehen.
Die Stadtverbandsvorsitzende Christina Philipps erinnerte an das gut besuchte Sommerfest in Hary, die verschiedenen Infostände vor der Bundestagswahl oder die Wahlveranstaltung mit dem früheren Europaparlamentspräsidenten Gerd Pöttering in Volkersheim. Das 38. Gespräch am Kamin wirft bereits seine Schatten voraus. Die Traditionsveranstaltung findet am 20. Februar mit der Europaabgeordneten Godelieve Quisthoudt-Rowohl erstmals in der Gaststätte Maas in Bönnien statt. Eine CDU-Versammlung mit der Bundestagsabgeordneten Ute Bertram ist für den 29. April geplant. Zuvor beantwortet sie in einer ersten Bürgersprechstunde Fragen.
Ebenso zeichnete die Vorsitzende vier Mitglieder für ihre 40-jährige Treue aus. Eine Ehrenurkunde samt Nadel nahmen an dem Abend Wilfried Philipps, Gerd-Christian Barte, Joachim Lootz und Kurt Schierenbeck in Empfang. Christa Pape erinnerte an die zahlreichen Veranstaltungen der Frauenunion. Der CDU-Stadtverband zählt derzeit 93 Mitglieder.