Christina Philipps weiter CDU-Stadtverbandsvorsitzende

Bei der CDU Bockenem gab es zahlreiche Ehrungen treuer Mitglieder. (Foto: Vollmer)
 
Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christina Philipps (links) verabschiedete Irene Schmidt nach 20-jähriger Vorstandsarbeit aus der Führungsmannschaft. (Foto: Vollmer)

Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Bartels wirft SPD Verzögerungstaktik vor / Althusmann beim „Gespräch am Kamin“

Die Erschließung des Gewerbeparks Süd, die Umgestaltung des Freibades und die Sanierung der Störyer Straße in Bönnien sind dem Bockenemer CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Gerhard Bartels ein Herzensanliegen. Daher stellte er diese drei Punkte in seinem Bericht auch ganz nach oben.

Von Michael Vollmer

Bockenem. „Für die Erschließung der Gewerbeflächen hat sich die Fraktion sehr eingesetzt. 2,7 Millionen Euro fließen in den 20 Hektar großen Gewerbepark“, berichtete der Fraktionschef in der Hauptversammlung des CDU-Stadtverbandes. Von entscheidender Bedeutung dabei sei die Anbindung an den Autobahnzubringer. „Es ist wichtig, ein entsprechendes Areal nicht zuletzt auch für die örtlichen Betriebe anbieten zu können. So will zum Beispiel die Firma Agravis ihren Standort dorthin verlegen“, berichtete Bartels. Ein Zuschuss von 612.000 Euro sei der Stadt sicher. Mittlerweile liege der entsprechende Bescheid im Rathaus vor.
Auf die SPD ist Bartels allerdings nicht gut zu sprechen. Die Sozialdemokraten seien massiv gegen das Projekt und damit auch gegen eine Weiterentwicklung der Stadt gewesen. Seiner Meinung nach liege der einzige Grund für diese Haltung darin, dass das Vorhaben von der CDU und einem CDU-Bürgermeister vorangetrieben wurde. Eine Verzögerungstaktik warf er den Sozialdemokraten auch in Sachen Freibadsanierung vor, indem sie den kompletten Haushalt abgelehnt hätten. „Das Freibad ist ein Aushängeschild für die Stadt. Doch ein Wasserverlust von 15 Kubikmetern pro Tag geht überhaupt nicht. Dazu kommt noch die marode Technik. Es musste etwas geschehen. Sonst verliert das Bad jegliche Attraktivität“, erläuterte der Fraktionsvorsitzende. 2,1 Millionen Euro seien viel Geld, aber das ließe sich nicht umgehen. Von Anfang an seien die Vereine bei den Planungen mit im Boot gewesen.
Der Ausbau der Störyer Straße in Bönnien ist schon 30 Jahre ein Thema in der Stadt. Nicht zuletzt auch durch das Dorferneuerungsprogramm kommt nun Schwung in das Vorhaben. 1,1 Millionen Euro kostet die Sanierung. 643.000 Euro kommen vom Land als Zuschuss. Für Kanalarbeiten sind zusätzlich rund eine Million Euro eingeplant. „Das alles sind zukunftsweisende Maßnahmen für die Stadt“, brachte es Gerhard Bartels auf den Punkt. Die Erneuerung der Laufbahn im Karl-Binder-Stadion erfolgt frühestens im Herbst. Zunächst soll noch ein Gutachten eingeholt werden.
„Die Arbeit in der Fraktion macht mir sehr viel Spaß, die Arbeit im Rat dagegen nicht so sehr. Seitens der SPD wird versucht, alles auf die lange Bank zu schieben“, meinte der Fraktionsvorsitzende. Mit dem Partner UWG verstünden sich die Christdemokraten sehr gut.
Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christina Philipps blickte schon einmal auf die nächste größere Veranstaltung. Beim traditionellen „Gespräch am Kamin“ ist am 4. April Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann im Jägerhaus zu Gast. „Wir freuen uns auf einen spannenden Abend“, sagte die Vorsitzende. Ein Weinfest findet am 3. September wieder in Hary statt.
Die Mitglieder bestätigten Christina Philipps als Vorsitzende des Stadtverbandes. Als Stellvertreter sind weiterhin Gerd-Christian Barte und Gerhard Bartels tätig. Joachim Lootz kümmert sich um die Kasse. Jürgen Meyer gehört als Schriftführer dem Vorstand an. Beisitzer sind Rainer Bode, Ulrike Schumann, Ralf Böpple und Henner Bohnsack-Jacobs.
Ein Dank galt an dem Abend Irene Schmidt, die sich nach 20-jähriger Tätigkeit im Vorstand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte. Außerdem standen Ehrungen treuer Mitglieder auf der Tagesordnung. Erich Sander hält der Partei seit 40 Jahren die Treue. Auf eine 25-jährige Zugehörigkeit blicken in diesem Jahr Gerda Behrens, Walter Trarbach, Wilhelm Kolle, Siegmund Lütje, Hans-Hermann Niehoff, Heinrich Bohnsack, Jürgen Meyer und Günter Mörke zurück. An dem Abend berichtete Ursula Ernst über aktuelle Themen aus dem Landtag, einschließlich der Diskussion um den Neubau oder die Sanierung des Plenarsaals.