Das „Gegeneinander der Verwaltungen“ beenden

Kreistagsgruppe CDU/Bündnis! fordert neuen Vertrag für die Region Hildesheim

Bockenem/Hildesheim (bo). Die Gruppe CDU/Bündnis! im Hildesheimer Kreistag fordert die schnelle Realisierung eines neuen Vertrages für die Region Hildesheim. "Unser Ziel war es bereits im letzten Jahr, die Stadt Hildesheim, die Gemeinden und den Landkreis Hildesheim auf ein neues Miteinander zu verpflichten, Doppelarbeit und ein 'Gegeneinander der Verwaltungen' zu beenden“, so Christian Berndt, Vorsitzender der Kreistagsgruppe CDU/Bündnis!
An dieser Zielsetzung habe sich nichts verändert. Inzwischen dränge aber die Zeit für eine neue Regelung; der alte Einkreisungsvertrag wirke nur noch befristet nach.
„Wir müssen darauf achten, dass keine Traumschlösser aus besseren finanziellen Zeiten gerettet werden, sondern die gesetzlichen Kernaufgaben unter Nutzung von Synergien mit gleichem Standard wie bisher erledigt werden. Darüber hinaus sind die Kreistagsabgeordneten – egal welcher Herkunft – in ihrer Verantwortung dem gesamten Landkreis Hildesheim und nicht nur ihrer Herkunftgemeinde verpflichtet“, so Christian Berndt weiter.
Klar sei, dass die Wahrnehmung der Aufgaben am Ende deutlich günstiger werden müsse. „Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises wie der Stadt haben einen Anspruch darauf, dass die gesetzlichen Aufgaben ordentlich und sachgerecht wahrgenommen werden“, so Gerold Klemke, Vorsitzender der Fraktion Bündnis! im Kreistag. „Wer das tut, ist dem Bürger letztlich egal.“ Die Verwaltungsleitungen seien aufgefordert, auf der Basis des nach langen Verhandlungen beiderseits anerkannten Datenmaterials zu berechnen, zu welchen Konditionen die künftige Aufgabenwahrnehmung möglich sei.
„Für Winkelzüge und Querschüsse einiger Fachbruderschaften in betroffenen Verwaltungszweigen habe ich in Anbetracht der finanziellen Lage von Stadt und Kreis jedenfalls keinerlei Verständnis mehr“, erklärte Berndt abschließend.