Das große Fest als Highlight

Ortsbrandmeister Ulf Liewald (links) konnte auch einige Beförderungen vornehmen.
 
Drei der fünf Ehrendamen des Festes, denen noch einmal gedankt wurde.

Feuerwehr Bockenem blickt auf das Jahr 2014 zurück

Beim Rückblick auf das Jahr 2014 stand bei der Ortsfeuerwehr Bockenem natürlich das große, dreitägige Fest im Mai ganz weit oben. „Bis auf den Regenschauer am Sonntag gibt es meiner Meinung nach nichts negatives zu sagen. Es war eine schöne und gut besuchte Veranstaltung“, erklärte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dirk Tegtmeyer, der wie üblich den Jahresbericht verlas. Später, bei den Grußworten, war es auch vor allem Ortsbürgermeister Siegfried Berner, der herausstellte: „Für die Kernstadt war das Fest wichtig. Es hat sich gezeigt, dass in Bockenem noch eine ganze Menge gehe.“ Auch der Ortsrat selbst hat sich mit beteiligt, indem er den Infoflyer bezahlt hat und am Sonnabend die Kaffee- und Kuchentheke stellte. Dafür gab es noch einmal ein großes Dankeschön von Ortsbrandmeister Ulf Liewald: „Das ist keineswegs selbstverständlich!“
Neben dem Fest gab es natürlich auch wieder zahlreiche Einsätze zu leisten. Als größte und Stützpunktfeuerwehr sind es im Stadtgebiet üblicherweise auch die meisten Einsätze. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 69, davon 26 Brandmeldungen und 43 Hilfeleistungen, bei denen insgesamt 101-Säcke-Ölbindungsmittel verbraucht wurden. Großbrände waren zwar nicht zu verzeichnen, aber mit der Personensuche am 28. Oktober sowie einen tödlichen Unfall auf der Bundesstraße 243 waren durchaus schwierige Einsätze zu absolvieren. Hinzu kommen fünf Brandsicherheitswachdienste und ebenfalls fünf Brandschutzerziehungen mit insgesamt 85 Kindern. Inklusive der Ausbildungsdienste und Arbeitseinsätze kam die Bockenemer Feuerwehr auf eine Gesamtstundenzahl von 2787.
Zwei Brandschützer sind nun aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Benno Reimann war 31 Jahre dabei, Peter Körber brachte es sogar auf 38 Jahre. Beiden wurde für ihre jahrzehntelange Arbeit gedankt. Insgesamt kam die Bockenemer Wehr zum Abschluss des Jahres 2014 auf 65 aktive Mitglieder, wovon allerdings zwei in Kürze wegziehen werden. Im Jahr 2015 werden die Feste in Bad Salzdetfurth und Schlewecke besucht – beide liegen auf dem Wochenende am 30. und 31. Mai. „Seht zu, dass wir am Sonntag in Schlewecke auch noch marschieren können“, meinte Liewald mit einem kleinen Augenzwinkern in Richtung der anwesenden Aktiven.
Bürgermeister Martin Bartölke dankte den Freiwilligen wie üblich für ihre Arbeit im abgelaufenen Jahr und freute sich sagen zu können, dass „der Rat in Geberlaune ist“. Damit meinte er, dass in der letzten Zeit viel Ersatz beschafft werden konnte. Auch im laufenden Jahr sei alles an Mitteln bereitgestellt worden, was auf der Prioritätenliste des Stadtkommandos stand. Die gewünschte Wärmebildkamera wird im Jahr 2016 angeschafft. Bezüglich der Einsätze meinte Bartölke, dass die Ersthelfer lieber einmal mehr den Seelsorger in Anspruch nehmen sollten, als zu wenig.
Für den Feuerschutzausschuss sprach Christina Philipps. Sie erwähnte besonders einen Vortrag bei dem es um Einsätze auf der Autobahn ging und die Probleme der Absicherung. Dies sei doch sehr beeindruckend gewesen, welchen Gefahren die Helfer dabei ausgesetzt seien. Ein praktisches Geschenk hatte daher Frank Saradeth, Leiter der örtlichen Rettungswache sowie selbst aktives Feuerwehrmitglied, mitgebracht. Zur Absicherung gab es einen Koffer mit magnetischen Blinklichtern, die überall an einer Unfallstelle befestigt werden können. So sind die Einsatzkräfte zumindest ein wenig besser gesichert oder zumindest zu sehen.
Die Zusammenarbeit zwischen Rettungswache und Feuerwehr sei auch ansonsten gut gelaufen. So gebe es gemeinsame Übungen. Saradeth: „Es ist immer gut, wenn man bei einem Einsatz ein vertrautes Gesicht vor sich hat und nicht jemanden, den man vielleicht noch nie gesehen hat“. Die Zusammenarbeit soll daher auch weitergehen und eventuell sogar noch ausgebaut werden.

Ehrungen
25 Jahre aktiv: Markus Schreiber;
40 Jahre aktiv: Dirk Tegtmeyer;
40 Jahre Mitgliedschaft: Dietrich Kasten;

50 Jahre Mitgliedschaft: Heinz Hartmann;
60 Jahre Mitgliedschaft: Karl Heinz Kleimann und Wilhelm Wundenberg.

Beförderungen
Übernahme aus JFW: Sebastian Bruns und Lucy Tholen;
Oberfeuerwehrmann: Jens Tholen;
Hauptfeuerwehrfrau: Katja Reimann.

Holger Kleimann ist stolz auf „seine“ Jugendlichen

„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jugendfeuerwehr“, meinte Bockenems Jugendfeuerwehrwart Holger Kleimann. Dabei bezog er sich auf das Fest, bei dem die Beteiligung der Jugendlichen bei fast allen Terminen, ob beim Fest selbst oder der Vorbereitung, bei fast 100 Prozent lag, „das war super, Dankeschön!“
Die Weihnachtsbaumsammlung im Januar war der letzte gemeinsame Dienst mit den Jugendlichen aus Hary, Störy und Bönnien. Die dortige Jugendwehr steht nun, nach einigen Zuwächsen, nach eineinhalb Jahren wieder auf eigenen Füßen. Einen Dank richtete Kleimann auch an Heiko Illers, Karl Henning Rollwage, Karlfried Liewald und Steffen Liekefett, die für die Sammlung ihre Schlepper kostenlos zur Verfügung stellten.
Vor dem Osterfeuer gab es wieder Gespräche mit dem Ortsrat über die Platzverhältnisse. Letztlich wurde ein Antrag an den Landkreis gestellt, die Straße zwischen Bockenem und Ortshausen zu sperren. Dem wurde stattgegeben. „Ich hoffe, dass diese Gespräche nun der Vergangenheit angehören“, merkte Kleimann an.
Die Bezirksabschnittswettbewerbe fanden in 2014 in Bornum statt, auch die Bockenemer nahmen daran teil. „Die Betonung liegt hier auf ‘teilnehmen’, denn die Zeit war einfach zu knapp, um richtig üben zu können“, erwähnte der Jugendwart mit Bezug auf das nur kurz zuvor stattgefundene Fest. Besser lief es beim alljährlichen Wettbewerb in Ilde. Dort siegten die Bockenemer zum dritten Mal nacheinander, sodass der Pokal nun auch in Bockenem bleibt.
Die Jugendwehr hatte zum Jahresende 2014 neun Mädchen und 17 Jungen, was zusammen 26 Mitglieder macht.