Das neue „Messe“-Konzept findet Zuspruch

Alles, was das (Bauherren-)Herz begehrt: Ins Gespräch kommen und sich informieren war angesagt bei der 4. Bauherren-Infomesse. (Foto: Knoblich)
 
Auch die jungen Messegäste kamen zu ihrem Recht, so wie hier im E.ON-Energiespar-Mobil. (Foto: Knoblich)

Zufriedene Aussteller und Besucher bei 4. Bauherren-Infomesse in Bockenem / Gewerbepark-Erschließung steht bevor

Die Bauherren-Infomesse Nummer 4 in Bockenem hatte im Vergleich zu ihren Vorgängern schon einen ganz besonderen Charakter. Erstmals waren für sie zwei Tage eingeplant, es gab mit der Turnhalle der Bockenemer Grundschule, einem eigens davor aufgebauten Zelt und dem reinen Außenbereich quasi gleich drei Ausstellungsbereiche in engster Nachbarschaft. Außerdem bestand diesmal sogar die Möglichkeit, gleich an Ort und Stelle einzukaufen.

Von Karsten Knoblich

Bockenem. Rund 40 Aussteller präsentierten sich auf einer Fläche von mehr als 700 Quadratmetern. Und diese Zahlen machen deutlich: Zu entdecken gab es am Wochenende eine ganze Menge, und das nicht nur für Bauwillige. „Bauen – Wohnen – Haus und Garten“, so lautete das Motto. Dementsprechend bunt gemischt waren die Palette des Gebotenen und auch das Publikum. Wenn der große Ansturm zum Auftakt am Samstag aufgrund des nasskalten Wetters auch ausblieb, so zeigte sich das Gros der Aussteller mit der Resonanz sehr zufrieden.
Dass in den Vorbereitungen viel Arbeit steckt, weiß keiner besser als Bürgermeister Martin Bartölke. In seiner Begrüßungsansprache dankte er denn auch Cheforganisator Holger Pieper und seinem Team ganz besonders. Überdies hatte der Verwaltungschef gute Nachrichten mitgebracht. Ein in Aussicht gestellter Zuschuss über 600.000 Euro für die Erschließung des neuen Gewerbeparks Süd ist unter Dach und Fach. Mit dem Beginn der diesbezüglichen Arbeiten wird es nun auch nicht mehr lange dauern. Dass man gemeinsam mit der Ansiedlung Erfolg haben werde, davon zeigte sich Martin Bartölke überzeugt, zumal es schon Interessenten gebe. So packte er denn auch die Gelegenheit beim Schopfe, um weiter dafür zu werben. „Eine Fläche von 20 Hektar steht zur Verfügung. Es bietet sich damit die große Chance, neue Arbeitsplätze zu schaffen", sagte er. Und mit diesen hofft man auf Familien, die ihren Traum vom Eigenheim in einem der Baugebiete des Stadtgebiets wahr werden lassen. „Letztlich geht es darum, dass sich die Menschen in Bockenem wohl fühlen“, so der Bürgermeister.
Gewerbepark, Baugebiete und Stadtbadsanierung – das waren denn auch die Kernthemen am Stand der Bockenemer Stadtverwaltung. Gleich daneben hatten sich die Bürgerstiftung Bockenem/Ambergau sowie die Freiwilligenagentur MiA (Miteinander im Ambergau) postiert, um für ihre Arbeit zu werben. Und wem ein wenig der Magen knurrte, der war am Verpflegungsstand des Fördervereins der Grundschule bestens aufgehoben.
Wie bereits erwähnt, fiel die Aktions- und Informationspalette recht umfangreich aus. Modernste Sanitär- und Heizungstechnik, Bauelemente für alle Erfordernisse und hocheffiziente Photovoltaikanlagen standen ebenso hoch im Kurs wie das Beratungsangebot zu Malerarbeiten, Trockenbau, Echtholzprodukten, Dachdeckerei und Raumausstattung – um nur einige zu nennen. Darüber hinaus gab es von Experten auch Auskunft in Sachen Finanzierung, Versicherung und Vorsorge. Als beliebter Anlaufpunkt auf dem Außenareal entpuppte sich das E.ON-Energiespar-Mobil. An interaktiven Erfahrungsstationen konnten sich die Besucher über den Energieverbrauch gängiger Haushaltsgeräte und sinnvolle Maßnahmen zur energetischen Optimierung beim Hausbau informieren. Außerdem gab es von den Energieberatern wertvolle Energiespartipps für Haus und Haushalt.
Gedacht ist die Bauherren-Infomesse als Plattform für die heimische Wirtschaft, als „Kontaktbörse“ zwischen bauwilligen Bürgern und den entsprechenden Firmen, als Ort der Kommunikation der Firmen untereinander – alle diese Ziele dürften bei der vierten Neuauflage erreicht worden sein. „Unsere Erwartungen wurden überdeutlich erfüllt“, resümierte denn auch Cheforganisator Holger Pieper von der Stadtverwaltung. Ganz bewusst, so teilte er auf Anfrage mit, habe er bei mehreren Rundgängen über das Ausstellungsgelände Einschätzungen gesammelt. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen.

Weitere Fotos unter www.beobachter-online.de