Der Herr der Uhren hört auf

Nach zehnjähriger Tätigkeit gibt Jörg-Dieter Besch die Leitung des Bockenemer Turmuhrenmuseums ab. (Foto: Vollmer)

Nach zehnjähriger Tätigkeit gibt Jörg-Dieter Besch die Leitung des Bockenemer Turmuhrenmuseums ab

Wenn Jörg-Dieter Besch die vergangenen zehn Jahre Revue passieren lässt, dann kommt ihm immer wieder dieser eine Anruf aus München in den Sinn.

„Da wollte doch tatsächlich eine Filmfirma eine Turmuhr leihen. Das habe ich zuerst für einen großen Spaß gehalten“, berichtet der Leiter von Deutschlands größtem Turmuhrenmuseum in Bockenem, der zum Ende des Jahres seine Tätigkeit beendet. Der Hilferuf aus der bayerischen Landeshauptstadt entpuppte sich am Ende als ein großes Erlebnis, das der Bockenemer niemals vergessen wird. Die Firma benötigte dringend eine große Turmuhr für die Verfilmung des bekannten Kinderbuchs von Otfried Preußler „Das kleine Gespenst“.
Kurzerhand wurde der Zeitmesser in Einzelteile zerlegt und nach München geschafft. Dort wurde die Weule-Turmuhr von Jörg-Dieter Besch und einem Museumsmitarbeiter in der Kulisse wieder aufgebaut. Der fertige Film brachte für das Bockenemer Museum einen großen Werbeeffekt, weil der Weule-Schriftzug in großen Lettern auf der Leinwand zu sehen war. Besonders das junge Publikum wollte unbedingt die Uhr aus dem Film in voller Größe sehen.
Trotz der schönen Zeit ist für den Museumsleiter nun Schluss. Nicht allein sein Schlaganfall, den er vor drei Jahren erlitten hat und erhebliche Einschränkungen mit sich brachte, führte zu seinem Entschluss, die Tätigkeit an den Nagel zu hängen. „Zuletzt habe ich von der Verwaltung keinen Rückhalt mehr gespürt. Das war eigentlich der Hauptgrund“, erklärt der 69-Jährige.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Beobachters vom 29. Dezember 2016.