Der Kranz hängt schon auf dem Neubau

Ein Teil der Krippenkinder brachte die Richtkrone zum neuen Gebäude.

Richtfest am Anbau des Kindergartens im Südwall / Geringfügige Verzögerung durch langen Winter

Ein freudiger Tag für den evangelischen Kindergarten im Südwall. Hier konnte man am Dienstag das Richtfest für den Krippenanbau begehen. Aufgrund des langen Winters liegen die Bauarbeiten zwar ein paar Tage im Rückstand. Der Einweihungstermin wird aber weiterhin Ende Juli angepeilt. Immerhin sollen die Krippenkinder im neuen Kindergartenjahr ab August endlich ihr neues Domizil betreten können. Bis dahin ist zwar noch einiges zu tun, aber jetzt sei ein guer „Zwischenschritt getan“, wie Bürgermeister Martin Bartölke in seinem kurzen Grußwort sagte.
Zunächst waren aber die Kinder an der Reihe. Sie sangen mehrere Lieder, unter anderem natürlich das von den „Fleißigen Handwerkern“. Anschließend durften die Krippenkinder den Richtkranz zum Anbau tragen. Nachdem Kindergartenleiterin Anke Zauritz den letzten Nagel in den Dachstuhl gehauen hatte, sprach Zimmermann Sven Kasiuk den Richtspruch und zerschmiss das Schnapsglas, nachdem er es leergetrunken hatte. Anschließend waren noch einmal die Kinder an der Reihe, ehe es für sie zurück in das Gebäude ging. Mit einem Eis als Belohnung.
Martin Bartölke sprach anschließend das erste Grußwort: „Ich habe, auch durch meinen Sohn, die gesamte Phase der Veränderung mitgemacht. Wir alle zusammen haben eine gute Lösung gefunden. Es wurde aller Mut, Kraft und finanzielle Mittel zusammengenommen.“ Mit dem Abriss des Holzanbaus und dem Neubau sowie weiteren Erneuerungen im alten Gebäude sei die Einrichtung anschließend gut ausgestattet. Er sei froh, dass kein Flickwerk entstanden sei. Insgesamt trägt die Stadt 310.000 der insgesamt 490.000 Euro, die der An- beziehungsweise Umbau kostet.
Der Meinung war auch Pastor Ralph-Thomas Strack, der „nicht mehr als Träger, sondern nur als Gemeindemitglied“ vor Ort war. Der Träger ist seit kurzer Zeit der Kirchenkreis.
Ortsbürgermeister Siegfried Berner freut sich insbesondere darüber, dass der Kindergarten direkt am Rand der Innenstadt liegt. „Für Städte wie die unsere ist es nicht immer leicht. Aber solche Anlässe geben immer Anlass zur Hoffnung, dass unsere Stadt eine Zukunft hat.“ Er wünschte den Betreuerinnen gute Nerven für den Rest der Zeit, in der es noch räumliche Schwierigkeiten gebe.
Vom Elternbeirat gab es einen chinesischen Flieder und die Eltern der Krippenkinder brachten neues Spielzeug und einen Strauß Blumen mit. Die Leiterin dankte für die vielen netten Worte. „Es war für uns auch ein jahrelanges Hoffen und Bangen. Die Entscheidung für den Neubau ist nicht nur für die Krippe, sondern für die gesamte Einrichtung gut.“