Die Auszeichnung bekommt man nicht nur mal "eben so"

Die Anlegung des Schachbrettes war eines der Projekte der Oberschule, für die sie die Auszeichnung zur "Umweltschule" erhielt.

Oberschule Bockenem erhält zum siebten Mal das Prädikat "Umweltschule"

Seit 1996 erhält die Oberschule in Bockenem ununterbrochen die Auszeichnung als "Umweltschule". Damals noch als Hauptschule, wurden die vielfältigen Projekte nun zum siebten Mal anerkannt. Neben dem Nisthilfenbau und -pflege sowie der fächerübergreifenden Nutzung des Schulteiches, stand diesmal die Gestaltung der gesamten Schulumgebung im Mittelpunkt. Dies wurde unter anderem während einer Projektwoche vorgenommen. Dazu gehören mehrere Bänke, die in Kooperation mit der Meteor angefertigt wurden oder die Anlegung eines großen Schachbrettes. "Die Figuren dazu lagen jahrelang nur herum. Nun können wir sie nutzen. Besonders, aber nicht nur, die Schach-AG nutzt das natürlich gerne", freut sich Dirk Dräger, der das Projekt "Umweltschule" von Andreas Kern "geerbt" hat.
Schulrektorin Dagmar Pallinger freut sich natürlich über das immer wiederkehrende Engagement: "Die 'Umweltschule' ist immer wieder ein Anreiz nachzudenken, was man an der Schule weiterentwickeln kann." Sie klärt auch auf, dass es "nicht immer direkt mit dem "grünen" Umweltbegriff zu tun haben muss. Umwelt ist ein weiter Begriff. Er beinhaltet die ganze Umgebung. Und da passen dann natürlich alle Verschönerungsmaßnahmen, durch die sich Schüler, Lehrer und alle Mitarbeiter wohler fühlen, rein."
Oft werde die Auszeichnung belächelt, meint Dirk Dräger. "Das haben doch fast alle Schulen", heißt es oft. Das man sich trotzdem immer wieder anstrengen muss, zeigt die Tatsache, dass vier sich bewerbende Schulen im Regierungsbezirk Hannover die Auszeichnung nicht erhalten haben. "Man muss schon immer wieder neue Ideen entwickeln", so Dräger. Ein weiteres Projekt in den vergangenen beiden Schuljahren war die Kooperation mit dem Anglerverein. Gemeinsam bot man eine Angel-AG an, bei der die Teilnehmer sich die Grundlagen für den Angelschein aneignen konnten. Lehrer Volker Lampe und die Angler-Jugendgruppe erklärten, was den Angelschein ausmacht, was man dafür lernen muss und zeigten auch die richtigen Wurftechniken.
Für den nächsten Zeitraum von 2013 bis 2015 strebt die Bockenemer Oberschule die dann bereits achte Auszeichnung an. Dann soll es sogar eine internationale Auszeichnung werden. Thema ist diesmal das zweite COMENIUS-Projekt, welches im November startet. Es steht unter dem Motto "From footprint to fingerprint - Kida 4 a green tomorrow". Die teilnehmenden Schulen kommen diesmal aus Nordkjosbotn/Norwegen, die schon beim letzten Mal dabei waren, Partizánske/Slowakei und Igdir (Osttürkei, an der Grenze zu Armenien und Iran). Möglicherweise kommt Amora-Seixal aus Portugal, die auch schon beim ersten Projekt dabei waren, noch hinzu. Das erste Treffen findet schon im November in Bockenem statt.
Ein weiteres geplantes Projekt ist "Öko-Profit". Hierbei geht es darum, konkrete Möglichkeiten für Einsparungen zu suchen. Anders als bei der Auszeichnung zu Umweltschule profitiert die Schule dann direkt. Denn die Hälfte der Einsparungen würde an den Landkreis gehen, doch die andere Hälfte kommt direkt der Schule zu gute.