„Die beste Saison, die wir je hatten“

Das Berliner Lumex-Saxophon-Quartett spielte die letzte Serenade im Bockenemer Kulturladen in dieser Saison.

Auch die letzte Serenade in der Bockenemer Kulturscheune ist wieder bestens besucht

Es war die beste Saison seit Bestehen des Kulturladens, sind sich Claus-Ulrich Heinke und sein Team der Kulturfreunde sicher. „Man braucht eben einen langen Atem“, blickt Heinke auf die vielen Jahre zurück, in denen das Interesse nur teilweise so hoch war, wie in diesem Jahr. Auch die letzte Serenade 2015 war wieder bestens besucht, kein Sitzplatz blieb in der Scheune frei. Aufgrund der unsicheren Wetterprognose wurde das Konzert des Lumex-Saxophon-Quartetts in diese verlegt.
In der Pause erfreuten sich die Gäste auf den wieder toll illuminierten Garten, der in der einbrechenden Dunkelheit hervorragend zur Geltung kam. Vor allem die auswärtigen Gäste, die zum ersten Mal in dem Hinterhof der ehemaligen Blaufärberei zugegen waren, waren begeistert. Denn neben zahlreichen Bockenemer „Stammgästen“ kamen zahlreiche Besucher auch wieder aus dem Raum Hannover oder Wolfenbüttel. „Die Veranstaltungen haben sich inzwischen herumgesprochen“, so Heinke.

Das Berliner Quartett hat sich an der Musikhochschule in der Hauptstadt kennengelernt und tritt schon seit Längerem gemeinsam auf. In Bockenem führten sie verschiedene Stücke, zum Beispiel aus der Dreigroschenoper oder vom englischen Komponisten Gustav Holst auf, jeweils in eigener Bearbeitung für Saxophone. Die Zuhörer bedankten sich mit langanhaltendem Applaus.
Das Helferteam des Kulturladens hatte für die Pause für die rund 80 Besucher unter anderem Kürbissuppe vorbereitet. Vor dem Konzert hatte Lea Aimée Sophie Tullenaar, eine der Musikerinnen, übrigens verschiedene Workshops angeboten. In ihrem Hauptberuf ist sie Lehrerin an der Musikschule in Dessau. Da bot es sich an, auch Schulen zu besuchen. Die Kurt-Klay-Schule in Lutter freute sich über ihren Besuch und auch der Musikzug Bockenem hatte sie zu Gast. Zunächst war die Gruppe der frühkindliche Musikerziehung an der Reihe. Abends übte sie gemeinsam mit den Saxophonen und Klarinetten des Musikzuges selbst. Tullenaar, und auch die Bockenemer Musiker, hatten dabei solch einen Spaß, dass sie sich bei der Probe im Anschluss einfach dazusetzte und mitspielte.
Alles in allem also wieder eine sehr gelungene Serenade, die sich nahtlos an die bislang toll verlaufene Saison anschloss. „Auf der Welle des Abba-Konzertes sind wir sehr gut mitgeschwommen“, freut sich Heinke, der auch schon ein wenig Werbung für das kommende Jahr machte. Fest stehen die Termine und Gruppen jedoch noch nicht. Eine Idee für einen „Nachfolger“ der Abba-Nacht ist ein Udo-Jürgens-Revival. Sicher ist aber auch das noch nicht.
Ein Konzert gibt es allerdings in diesem Jahr noch. Dafür wandert der Kulturladen wieder in die Schlewecker Marienkirche. Am Dienstag, 3. November, passenderweise der Hubertustag, findet dort das klassische Jagdkonzert mit der Camerata Potsdam statt. Beginn ist um 20 Uhr.