Die Geister wurden vertrieben

AWO-Bezirksjugendwerk veranstaltete auch in diesem Jahr wieder ein Ferienzeltlager in Bockenem

Das Bezirksjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Hannover war mit seinem „Camp on Tour“ in Bockenem zu Gast. Das Angebot richtet sich in erster Linie an junge Leute, die nicht weit verreisen wollen. „Außerdem sind die Kosten mit bis zu 60 Euro pro Teilnehmer je nach Dauer des Camps überschaubar. Vor sechs Jahren wurde dieser Urlaub für den kleinen Geldbeutel ins Leben gerufen“, berichtet Betreuer Christoph Lemberger.
15 Jungen und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren konnten es kaum erwarten, die sieben neuen Igluzelte auf dem Skateboard-Platz hinter dem ehemaligen Sport- und Jugendheim zu beziehen. Mit Sack und Pack war das Bezirksjugendwerk angerückt, um den Teilnehmern fünf unterhaltsame Tage zu bescheren. Jedes Camp steht unter einem anderen Motto. In Bockenem drehte sich alles um Geister und Spukgeschichten. So stand zum Beispiel mit dem Film „Hui Buh“ ein Open-Air-Kino auf dem Programm. Eine Geisterschatzsuche brachte allen Beteiligten ebenfalls jede Menge Spaß. Damit die Geister dem Zeltlager nichts anhaben konnten, wurden Geisterabwehrbänder gebastelt.
Natürlich wurde auch das nebenan liegende Freibad besucht. Zahlreiche weitere Spiele fanden auf der Aktionsfläche statt. Selbst gedrehte Geistervideos oder T-Shirts bedrucken standen auch auf der Liste. Da kam auch bei keinem der 15 Kinder, die teils aus Bockenem, teils auch aus Hannover kamen, zu keiner Zeit Heimweh auf. Diesmal spielte auch das Wetter besser mit. Zwar gab es den ein oder anderen Regenschauer. Doch im Vergleich zum letzten Jahr, als bei einem Gewitter einige Zelte wegflogen und unter Wasser standen, war es diesmal ruhig.
Christoph Lemberger freute sich über die Kooperation mit dem SV Bockenem 2007 sowie der Jugendpflege. Die Verpflegung der Camp-Teilnehmer erfolgte in eigener Regie. Eine Riesengaudi war zum Beispiel das gemeinsame Spaghettiessen von einer Folie. Aber auch ein Grillabend samt Lagerfeuer sorgte für eine gute Stimmung auf dem Platz. „Wir sind gerne wieder nach Bockenem gekommen. Der Ort für das Camp ist wirklich ideal“, berichtet Christoph Lemberger.
Mit Sophie Lemberger und Leon Gieselmann kümmern sich in diesem Jahr zwei neue Teammitglieder um die Ferienkinder. Beide haben vor Kurzem ihre Jugendleiterausbildung absolviert. Insgesamt fünf Betreuer waren für das Wohl der Kinder vor Ort.
Für Christoph Lemberger ist es nicht das letzte Ferienlager in dieser Saison gewesen. Schon bald geht es für den Betreuer, der seit sieben Jahren zur AWO-Mannschaft gehört, in Richtung Costa Brava nach Spanien. Das AWO-Bezirksjugendwerk wird komplett von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleitet. „Jugendliche arbeiten für Jugendliche“, so Christoph Lemberger. Als sehr wichtig bezeichnet er die Kooperation mit den Kreisverbänden.