Die Halle hat nun einen Namen

Schule, Politik und Verwaltung freuen sich, dass die „kleine Sporthalle“ nun endlich einen Namen hat.
 
„Max und Moritz“ durften bei der Aufführung zweier Sketche nicht fehlen.

Kleine Sporthalle an der Oberschule heißt nun ganz offiziell „Wilhelm-Busch-Halle“

Lange hat es gedauert, doch nun hat auch die kleinere Sporthalle an der Oberschule Bockenem einen eigenen Namen: Wilhelm-Busch-Halle. „Der Name hat sich praktisch von selbst ergeben“, berichtete Ortsbürgermeister Siegfried Berner. Schließlich hat der berühmte Dichter in seinen letzten Lebensjahren nicht weit entfernt in Mechtshausen gelebt und dabei auch öfter Bockenem besucht. Zum Beispiel hat er sich in der Bönnier Straße das ein oder andere Getränk schmecken lassen. Das wusste jedenfalls Lokalpolitikerin Christina Philipps zu berichten. Zudem passt der Name auch als Erinnerung an die ehemalige Wilhelm-Busch-Realschule sowie dem neuen Zweck, nicht nur als Sport-, sondern auch als Veranstaltungshalle
Die 2009 für 650.000 Euro umgebaute Halle hatte bisher viele Bezeichnungen, erinnerte sich Schulleiterin Dagmar Pallinger. Die Initiative zum Umbau kam vom damaligen Stadtdirektor Günter Rademacher im Jahr 2007, nachdem nicht nur das Gebäude der Realschule, sondern auch die Aula vom Landkreis verkauft wurde. „Wir brauchen eine Veranstaltungshalle in Bockenem“, hieß es. Das wurde auch im Kreistag so gesehen, der die Gelder dafür bereitstellte.
Daran erinnerte sich auch Eckhard Speer von der Landkreisverwaltung noch gut: „Die Halle war schon ziemlich alt, wir hätten ohnehin einiges sanieren müssen.“ Da bot es sich natürlich an, gleich eine Bühne mit anzubauen. Auch energetisch, an der Heizung der Beleuchtung sowie den Nebenräumen wurde einiges getan. So wurde aus der ehemals reinen Sport- eine Multifunktionshalle. Bürgermeister Martin Bartölke freute sich bei der kleinen Feierstunde am gestrigen Dienstagvormittag, dass die Halle in den vergangenen zwei bis drei Jahren immer häufiger auch tatsächlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt wurde. „Da kam es dann manchmal zu Konfusion. Die Ambergausporthalle ist bei den meisten bekannt, diese ‘neue’ Halle aber noch nicht so“, sagte Bartölke. Die größere Nutzung gefiel dem Stadtoberhaupt auch deswegen, weil aus dem städtischen Haushalt immerhin 50.000 Euro für den Umbau an den Landkreis flossen.
Als Vertreterin der Kulturschaffenden war Heidrun Heinke anwesend, um Danke zu sagen. Sie hatte auch gleich noch einen Wunsch mitgebracht: Eine Verdunklung für die Fenster: „Bei Aufführungen wirkt es einfach besser, wenn es wirklich dunkel ist im Raum.“ Es sei ihr aber bewusst, so Heinke, dass dies ein längerfristigeres Projekt sei. Vielleicht könne man mal eine Spendenveranstaltung dafür organisieren, hatte sie auch gleich eine Idee für die Finanzierung.
Die Schilder sind nun an den beiden Eingängen angebracht und in Farbe und Form den bereits vorhandenen Schildern an der Schule angepasst. Christina Philipps hatte ein Geschenk mitgebracht, ein Buch über Wilhelm Busch auf plattdeutsch. Im Anschluss hatte die 7aR mit ihrer Lehrerin Sabrina Sternal noch einiges aus dem Leben des Dichters vorbereitet. Neben zwei Zeichnungen beziehungsweise Kollagen stellten sie den Lebenslauf, zwei Gedichte und zwei Sketche vor. Natürlich durften dabei auch „Max und Moritz“ nicht fehlen. Viel Applaus gab es für die wirklich tollen Darbietungen.