Drei Arbeitskreise geplant

Ein Arbeitskreis wird sich mit der Gestaltung des Buchholzmarktes befassen. (Foto: bo)

Bockenemer Ortsrat spricht über weiteres Vorgehen bezüglich des Städtebauprgrammes / Nur noch 9992 Einwohner

Das zweite Quartal 2014 ist für Bockenem ein historisches Datum. Denn nun wurde nach eigener Zählung der Verwaltung die magische 10.000er-Einwohnergrenze unterschritten. Zum 30. Juni 2014 waren in der Stadt 9992 Einwohner mit Hauptwohnsitz gemeldet, darunter 4145 in der Kernstadt, die damit rund 40 Prozent der Bevölkerung stellt. Diese Mitteilung machte Ortsbürgermeister Siegfried Berner während der jüngsten Sitzung des Ortsrates. Laut des vor drei Jahren durchgeführten Mikrozensus hätte diese Unterschreitung schon vor einiger Zeit stattgefunden. Fazit des Ganzen: die Einwohnerschaft nimmt weiter ab.
Wichtigster Tagesordnungspunkt bei dieser Ortsratssitzung war das weitere Vorgehen bezüglich des Bockenemer Integrierten Städtebau-Konzepts (ISEK). Hierzu berichtete anfangs Holger Schrader von der letzten Zusammenkunft der Steuerungsgruppe. Den Buchholzmarkt betreffend würde es momentan die Entwicklungsschwerpunkte Gastronomie, Wohnungsbau, historische Aufwertung und Kultur geben. Angedacht ist die Schaffung eines Sanierungsbüros. Um möglichst viele Bockenemer über dessen Arbeit zu informieren und einzubinden, soll in einem Aushang in einem der Schaufenster der Stadtbücherei am Markt fortlaufend unterrichtet werden.
Von der Formulierung eines Slogans für die Stadt wird derzeit noch abgesehen, doch will man sich in absehbarer Zeit auf ein Leitbild einigen. In der Steuerungsgruppe hatte weiterhin der Bürgermeister Martin Bartölke Kenntnis davon gegeben, dass Bockenem zusammen mit Bad Salzdetfurth, Holle und Schellerten als „Vierergruppe“ die Aufnahme in das ILEK-Förderprogramm anstrebt, wobei ILEK für „Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept“ steht. Die Federführung dabei läge bei der Gemeinde Holle. Für Bockenem wäre dieser Antrag insofern auch günstig, weil er – wie signalisiert wurde – den laufenden Förderantrag „Ambergau-Süd“ (Dorferneuerung) positiv beeinflussen könnte.
Die für das Vorgehen im Bockenemer ISEK-Programm angedachten Arbeitskreise werden drei an der Zahl sein, nämlich für den Buchholzmarkt, für den Bereich Verkehr und zum Thema Leerstandsproblematik. Hierzu gab der Ortsrat seine Zustimmung und benannte aus seinen Reihen auch einige Mitglieder, die daran mitarbeiten würden. Nach den Vorstellungen des Ortsbürgermeisters könnte ein solcher Arbeitskreis fünf bis sieben aktive Mitglieder umfassen, und der jeweilige Vorsitzende sollte der Steuerungsgruppe angehören. Man würde ein- bis zweimal im Monat zusammenkommen.
Zum Problemkreis Verkehr berichtete Ortsratsmitglied Wolfgang Rittgarn (SPD), dass er mittlerweile in der Altstadt 192 Unterschriften für mögliche Anliegerparkausweise gesammelt habe. Das Thema Anwohnerparken bewege offensichtlich viele Bürger. Vorsichtig kritisch zu dieser Eigenaktion äußerte sich Christina Philipps (CDU). Schließlich sei man in der Diskussion dazu noch nicht so weit.
Am 23. Juli und am 30. Juli wird der Ortsrat zwei Begehungen ausführen, die eine im Altstadt-, die andere im Oststadtgebiet. Treffen soll jeweils um 18 Uhr der Markt beziehungsweise für die Oststadt das Konfetti sein.
Die Ortsratswünsche zum Haushalt 2015 sind sparsam und beziehen sich lediglich auf eine Sanierung des Weißdornweges zwischen Nordwall und Sparkassenareal.