Dreifaltigkeitskirche erstrahlt in neuem Glanz

In einem feierlichen Gottesdienst wurde das Gotteshaus wieder eingeweiht. Dazu war auch die neue Superintendentin Katharina Henking aus Alfeld gekommen. (Foto: Vollmer)

Zwei Superintendenten bei Wiedereinweihung des Gotteshauses in Nette / Renovierung kostete rund 700.000 Euro

Nette (mv). Viele Monate war die Dreifaltigkeitskirche in Nette wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Nun läuten die Glocken wieder zum Gottesdienst. Eine besondere Freude war es für die Gemeinde, gleich zwei Superintendenten zur Wiedereinweihung begrüßen zu dürfen. Neben Christian Cas­tel ließ es sich auch Katharina Henking, die gerade vor einer Woche in Alfeld als zweite Spitze im Kirchenkreis Hildeshei­mer Land-Alfeld eingeführt wurde, nicht nehmen, mit den Nettern den Abschluss der Arbeiten zu feiern. Katharina Hen­king übernahm auch die feierliche Weihehandlung.
In der Pre­digt gab Christian Castel seiner Freude Ausdruck, dass das Gotteshaus in neuem Glanz er­strahlt. Von der Kirche möge eine neue Anziehungs­kraft aus­gehen. Das Lied „Macht hoch die Tür“ passe gut zu dem An­lass, erklärte der Superintendent, für den es der letzte Auftritt im Ambergau war. Zukünftig betreut Katharina Hen­king die Gemeinden in der Region.
„Die wichtigsten Gäste heute sind die Gemeindemitglieder, die die Kirche mit Leben erfüllen“, sagte der Netter Kirchenvorstandsvorsitzende Bernd Uhde. Er blickte noch einmal an die umfangreichen Arbeiten zurück. Die Handwerker kümmerten sich um den Kirchturm, das Dach, die Fassade und Fenster. Der Innenraum wurde mit einem neuen Anstrich versehen. Es kam eine neue Heizung hinein. Für den Außenbereich beliefen sich die Kosten auf 600.000 Euro. Landeskirche und Kirchenkreis übernahmen die Finanzierung. Anders sah es mit den 90.000 Euro für den inne­ren Teil aus. Dafür war die Gemeinde zuständig. Das Geld resultiert hauptsächlich aus dem Verkauf des Pfarrhauses in Nette. „Historisches zu erhalten und neue Technologien anzu­wenden stand hier im Vorder­grund“, sagte Bernd Uhde. Es gelte, die Kirche auf lange Sicht zu erhalten. Der Kirchenvor­steher bedankte sich bei allen, die an der Renovierung beteiligt waren. Mit dem Amt für Bau und Kunstpflege und dem Kir­chenamt habe es eine gute Zusam­menarbeit gegeben.
Dann hatte Bernd Uhde noch die traurige Aufgabe, vom Tod des früheren Gemeindepastors Horst-Diet­rich Schlemm (92) zu berichten. Er habe sich in Nette einen großen Namen gemacht. Seine Konfirmandenfreizeiten seien bis heute unvergessen. „Horst-Dietrich Schlemm hat hier den Posaunenchor und den Tischtennisverein gegründet“, erklärte Uhde. Außerdem hat er in den 1970-er Jahren die Waldgottes­dienste auf dem Wein­berg ins Leben gerufen, die sich auch heute noch großer Be­liebtheit erfreuen. Ulrike Probst, die Kir­chenvorstandsvor­sit­zende aus der Nachbargemeinde Hary, freute sich ebenfalls über die gelungene Renovierung. Das konnte Bockenems Bür­germeister Martin Bartölke nur bestäti­gen. Anschließend be­grüßte Pastor Werner Warnecke zahlreiche Gäste zu einem kleinen Empfang.