Dritter Autohof wird grundsätzlich unterstützt

Der in Aussicht genommene dritte Bockenemer Autohof würde direkt an der Autobahn gegenüber der aus Richtung Hildesheim kommenden Ausfahrt liegen; die Lkw-Stellflächen zur Autobahn gelegen, die Pkw-Parkplätze sowie Hotel und Tankstelle daran anschließend nach Westen hin. (Foto: Klaube)

Investor soll Projekt in einer öffentlichen Sitzung genauer vorstellen

Die Bockenemer Kommunalpolitiker wären schlecht beraten, die Offerte eines dritten großen Autohofes sofort an die Seite zu legen. Es bedürfe vorerst noch weiterer Informationen. So gesehen ist der Beschluss des Verwaltungsausschusses und auch des Stadtentwicklungsausschusses verständlich, in dem es wörtlich heißt: „Die Errichtung eines Autoreisecenters wird seitens der Stadt grundsätzlich unterstützt. Der Investor wird gebeten, das Projekt in einer öffentlichen Sitzung in Bockenem vorzustellen.“ Der Rat wird sich dem wohl am Montag anschließen.

Der „Beobachter“ hatte über das Vorhaben bereits am 16. November ausführlich berichtet. Der 29.000 Quadratmeter große Autohof könnte direkt an der Autobahnabfahrt liegen. Von der Ausfahrt aus Richtung Hildesheim würde man direkt in ihn einfahren können. Eine rund um die Uhr offene Tankstelle, ein Hotel und einige Verkaufsstellen würden auf ihm zu stehen kommen. Der Investor plant an anderen Orten ähnliche Projekte. Er hat ein solches jedoch noch nirgends realisiert. Lediglich in Wittenberg steht er mit der dortigen Kommune vor einem Vertragsabschluss, wie Bürgermeister Rainer Block informierte. Was die mit diesem Vorhaben in Bockenem verbundenen neuen Arbeitsplätze anbelange, so würden sie fast alle in den Niedriglohnsektor fallen.
Das erforderliche Bauland befindet sich in Privathand. Die Entsorgungsleitungen müssten wohl in Richtung Mahlum gezogen werden, obgleich das gesamte benötigte Areal noch zur Gemarkung Bockenem gehört. Sämtliche Kosten trüge der Investor. Die Stadt Bockenem sei lediglich gehalten, ihren Flächennutzungsplan zu ändern.
Was den Stand in Sachen Windenergie im Stadtgebiet anbelangt, so stehen hier vorerst einmal umweltrelevante Untersuchungen hinsichtlich der Eignung der in Frage kommenden Standorte an. Damit ist noch alles offen.
Zum Bau der beiden Brücken in Königsdahlum wurde mitgeteilt, dass nach dem unverhofften Einsturz der historischen Brücke diese jetzt den Vorgaben entsprechend wieder erstellt werde, die damit verbundenen endgültigen Kosten jedoch erst im Januar nächsten Jahres beziffert werden können. Auch an der anderen Brücke liefen die Arbeiten weiter. Grünes Licht erhielt auf dieser Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstag der Bebauungsplan Übernweg in Mahlum, der nun am 7. Dezember durch den Rat als Satzung beschlossen werden kann.