Ein bunter Querschnitt aus dem Leben im Ambergau

Der Vorsitzende des Bürgervereins Bockenem, Thomas Schneider (rechts), bedankt sich beim Dokumentar- und Wirtschaftsfilmer Peter Hartmann aus Braunschweig für dessen Engagement. Der Zuschauer sieht in seinem 80-minütigen Film einen Querschnitt aus dem Leben im Ambergau. (Foto: Vollmer)

Dokumentarfilmer Peter Hartmann war für „Impressionen“ ein Jahr lang unterwegs / Film ab sofort erhältlich

Von Michael Vollmer

Bockenem. Gut ein Jahr lang war der Braunschweiger Dokumentar- und Wirtschaftsfilmer Peter Hartmann im Stadtgebiet von Bockenem unterwegs, um Einwohner zu interviewen, Landschaften im Wechsel der Jahreszeiten zu filmen oder Veranstaltungen zu dokumentieren. Den Auftrag für die Produktion hatte der Filmemacher vom Bürgerverein Bockenem bekommen. „Wir möchten zeigen, wie sich das Leben im Ambergau 2010 darstellt“, sagte der Vorsitzende Thomas Schneider bei der Filmpräsentation im evangelischen Gemeindehaus am Papenberg.
Im Laufe der Zeit sind 25 Stunden Rohmaterial zusammengekommen. Das würde natürlich den Rahmen für die „Ambergau-Impressionen“ bei weitem sprengen. So haben die Macher 80 Minuten ausgewählt, die einen bunten Querschnitt aus dem Leben im Stadtgebiet zeigen. „Die Auswahl war keine leichte Aufgabe“, betonte Peter Hartmann. Zu Wort kommt zum Beispiel Robert Bosse aus Nette, der über die 100 Jahre alte Schmiede berichtet. In Wohlenhausen erzählt Karl Probst über eine drohende Überalterung in der kleinen Ortschaft. „Das war ein Statement, wie es sich ein Journalist nur wünschen kann“, kommentierte Peter Hartmann diese Szene.
Der Dokumentarfilmer machte mit seiner Videokamera auch bei zahlreichen Veranstaltungen Station. Dazu zählen insbesondere die Hansetage in Bockenem, der Ambergautag in Ortshausen mit dem Holzkohlemeiler oder der Motorradpräventionstag auf dem Weinberg oberhalb von Nette. Aber auch die einzelnen Stadtteile oder das Vereinsleben kommen in der besonderen Dokumentation nicht zu kurz. Die Mitglieder des Pfeifenklubs Simplex lassen sich bei ihrer 4212. Sitzung genauso über die Schultern blicken wie die Treppenterrier beim Pfingsttreff am Dillsgraben oder der Feuerwehrmusikzug bei seinem 120-jährigen Bestehen. Auch im Freibad surrte die Kamera. Gerhard Zerrenthin informiert am Beckenrand über den Freibadförderverein. Zu sehen sind ferner die mutigen Feuerspringer bei der „Langen Nacht“.
Die Gäste bei der Premiere waren jedenfalls begeistert und belohnten die Arbeit des Filmemachers mit kräftigem Applaus. Der Bürgervereinsvorsitzende bedankte sich bei allen Spendern, die das Projekt erst möglich gemacht hatten. Den Stein ins Rollen hatte vor zwei Jahren Bartold von Gadenstedt gebracht. Der frühere stellvertretende Vorsitzende hatte Peter Hartmann bei einer Filmvorstellung in Gadenstedt bei Peine kennen gelernt. Nach mehreren Gesprächen nahm das Projekt immer mehr konkretere Formen an. Schnell war ein Arbeitskreis gefunden, der dem Bürgerverein beratend zur Seite stand.
Bürgermeister Martin Bartölke bedankte sich beim Bürgerverein für die Idee und Realisation. „Es werden viele unterschiedliche Themen dargestellt“, freute sich Bartölke. Der Film sei für den Bürgerverein eines der größeren Vorhaben seit dem Glockenspiel-Projekt. Einen Dank richtete er auch an Bartold von Gadenstedt als Sprecher des Arbeitskreises. „Peter Hartmann wird sicher schöne Erinnerungen an den Ambergau behalten“, so der Bürgermeister.
Der Braunschweiger schloss alle Personen, die das Filmprojekt vorangebracht und unterstützt haben, in seine Dankesworte ein. Er entschuldigte sich bei allen, die sich in den 80 Minuten eventuell nicht wiederfinden. Er hofft darauf, dass das unveröffentlichte Material noch Verwendung findet.

Die DVD kostet zwölf Euro. Verkaufsstellen sind das Café Alt Iser, der Landhandel Junge, Edith von Gadenstedt, Volkersheims Ortsbeauftragter Reinhard Schröter, die Freiwilligenagentur MiA sowie die Stadtbücherei Bockenem.