Ein kulturelles Großereignis

Imposant war bereits die Aufstellung der Aktiven. Rund 250 Besucher wollten sich die Aufführung von Händels „Messias“ in der St. Pankratiuskirche nicht entgehen lassen.

Publikum ist von der Aufführung des „Messias“ begeistert

Das war wirklich ein kulturelles Großereignis für den Ambergau. Ein glänzend singender Konzertchor, ein wunderbar klingendes Orchester mit engagiert spielenden jungen Menschen und vier herausragende Solisten ­– alles in allem machten 130 Aktive die Aufführung des „Messias“ von G.F. Händel in der selten zu hörenden Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart, zu einem Höhepunkt im Kulturleben der Stadt Bockenem. Im Publikum der gut gefüllten St. Pankratiuskirche sah man nicht nur kulturell Interessierte aus dem Ambergau. Auch von weiter her waren Menschen angereist, um sich dieses Konzert nicht entgehen zu lassen.

„Wir wollen mit so einem besonderen Angebot dazu beitragen, dass das Ansehen von Bockenem als ein besonderer Ort mit vielen kulturellen Attraktivitäten wächst und damit zur Stadtentwicklung beitragen,“ sagte der musikalische Leiter Claus-Ulrich Heinke zu diesem Projekt.
Zum Gelingen hatte das Team der SingAkademie Niedersachsen ganze Arbeit geleistet. Heidrun Heinke hatte den Chor stimmlich trainiert, Assistenz-Dirigent Dominic Limburg das Orchester betreut und Nicolas Bajorat als Klavierassistenz allen zur Seite gestanden. „Diese Teamarbeit ist Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Vorhabens“, meint der Schatzmeister der SingAkademie Dr. Lars Ludwig.
In seiner Begrüßung hatte Pastor Ralf Strack darauf hingewiesen, dass mit der Aufführung des „Messias“ in einer Kirche etwas Wichtiges geschehe. „Das ursprünglich für den weltlichen Theaterraum geschriebene Werk kommt in den Kirchenraum, wo es seine eigentliche Heimat und Bestimmung bekommt“. Dem entsprach die Aufführung im Ambergau auf der ganzen Linie. Was zu hören war, beeindruckte das Publikum so sehr, dass es nach dem letzten Stück ungewöhnlich lange still blieb, bevor allen Beteiligten mit Standing Ovations und Bravorufen gedankt wurde.