Ein weiteres Filmprojekt steht bevor

„Hexenmilch“ könnte der Auftakt für weitere Filmprojekte rund um Bockenem gewesen sein. Aktuell ist ein Film zur Sage rund um den Dillsgraben geplant.

Sage um den Dillsgraben soll verfilmt werden

Von Ende Februar bis Anfang März 2015 wurde in Bockenem der rund 20-minütige Kurzfilm „Hexenmilch“ gedreht.

Die Anachrom Filmgesellschaft, eine Gruppe von (ehemaligen) Hildesheimer Studenten war damals ganz begeistert von der Unterstützung der Bockenemer Bevölkerung. In einer Nachtschicht versorgte die örtliche Feuerwehr das Filmteam bis 2.30 Uhr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit „Regen“. Weitere Dreharbeiten fanden in einem damals leerstehenden Fachwerkhaus am Buchholzmarkt und einem verwilderten Garten in Bültum statt. Auch die Bockenemer hatten ihren Spaß an dem Geschehen und kamen in großer Zahl auf den Buchholzmarkt, als dort im Freien gedreht wurden.
Nun können sich die Bockenemer wohl auf ein neues Filmprojekt freuen. Denn die guten Bedingungen haben sich anscheinend herumgesprochen. Eine weitere Filmgesellschaft hat bereits mit ersten Erkundungen begonnen. Sie ist durch den Geschäftsführer von Anachrom, Dominik Wiedenmann, auf Bockenem aufmerksam geworden. Der habe von der tollen Aufnahme in der Stadt und den Möglichkeiten geradezu geschwärmt.
Laut Informationen aus der Stadtverwaltung soll es bei dem neuen Filmprojekt wohl um die Sage rund um den Dillsgraben gehen. Die Aufnahmen würden entsprechend auch nicht direkt im Ort, sondern hauptsächlich rund um den Erdfall stattfinden. Wer hinter dem Filmprojekt steht, ist noch ein Geheimnis. Auch die Namen von Regisseur oder potenziellen Schauspielern sind noch nicht bekannt. „Die Produktionsfirma legt großen Wert auf Geheimhaltung, damit das Projekt nicht möglicherweise von jemandem geklaut wird“, so Amtsleiter Holger Piper. Er ist nach Absprache mit Bürgermeister Rainer Block, der erster Ansprechpartner der Firma ist, nun aber an die Öffentlichkeit gegangen. Denn das Projekt ist inzwischen schon relativ weit vorangeschritten.
In Kürze könnten daher mit ersten vorbereitenden Maßnahmen begonnen werden. „Es wird dabei zu Einschränkungen für die Bevölkerung kommen“, so Pieper. Denn während der Dreharbeiten sind einige Gebiete rund um den Dillsgraben für die Öffentlichkeit gesperrt. Als eine Art „Entschädigung“ könnten dafür viele Bockenemer als Statisten in dem Film auftauchen. Denn auch während des traditionellen „Pfingsttreffens“ sind Aufnahmen geplant. Das freut auch Treppenterrier-Vorsitzenden Bubi Reis: „Diese tolle Veranstaltung hat es verdient, so gewürdigt zu werden.“ Eventuell werden sogar noch die eine Woche später stattfindenden Hansetage mit einbezogen.
Und noch etwas hat die Produktionsfirma durchklingen lassen: Läuft alles wie gewünscht, könnte sie sich vorstellen, weitere Filme im Ambergau zu drehen. Mit der ehemaligen Wilhelmshütte, dem Hochofen oder, etwas abgelegen, den Bodensteiner Klippen lägen weitere interessante Objekte in der Nähe, teilte sie mit.