Einblicke in das „Verborgene Königreich“

Um das Leben im ehemaligen Königreich Mustang geht es heute Abend. (Foto: bo)

Heute Abend Vortrag über das ehemalige Himalaya-Königreich „Mustang“ im Derneburger Glashaus

Bockenem/Holle (bo). „Mustang – ehemaliges Königreich im Himalaya“ – so lautet der Titel eines Vortrages von Iris Lehmann, der am heutigen Dienstag um 20 Uhr im Glashaus in Derneburg beginnt.
Uralte Karawanenwege über den Himalaya verbanden einst Tibet mit Nepal und Indien. An einem dieser Wege, der Salzroute, nördlich der Achttausender der Annapurnas und des Dhaulagiri, liegt das ehemalige Königreich Mustang, oft auch als das „Verborgene Königreich“ bezeichnet. Erst 1992 durften es die ersten Touristen betreten, und noch immer ist es etwas schwierig, dieses Gebiet, das politisch zu Nepal gehört, zu bereisen. Aufgrund der langen Abgeschiedenheit konnte sich hier die uralte, tibetisch-buddhistisch geprägte Kultur seiner Bewohner, der Lowas, bis jetzt fast unverändert erhalten. Die von einer hohen Mauer umschlossene Hauptstadt Lomanthang und die kleinen Siedlungen muten noch mittelalterlich an, und der König wird immer noch als Oberhaupt respektiert, obwohl es offiziell diese Funktion schon lange nicht mehr gibt.
Aber auch hier bleibt die Zeit nicht stehen, Jeeps verkehren auf neu angelegten Straßen, Mobiltelefone und Internet haben ihren Einzug gehalten, und die jungen Leute gehen zum Studium hinunter nach Pokhara und Kathmandu. Der Eintritt zu der Veranstaltung der Tibet-Initiative Deutschland e.V., Regionalgruppe Hannover/Hildesheim, kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.