Eine volle Halle als Bestätigung

„Music“ spielte der Musikzug Bockenem zu Beginn und konnte das Publikum damit gleich in Stimmung bringen.

450 Besucher beim Konzert der vier musiktreibenden Züge aus dem Stadtgebiet

Bürgermeister Martin Bartölke drückte es passend aus: „Man merkt meist erst dann, dass etwas fehlt, wenn es nicht mehr da ist.“ Die Bockenemer haben das Konzert der musiktreibenden Züge scheinbar sehr vermisst. Fünf Jahre mussten sie darauf verzichten, weil der Landkreis die Ambergausporthalle nur noch für Sportveranstaltungen freigegeben hatte. Nach einem Gespräch der Verwaltung mit dem Landkreis hat der Stadtrat Gelder für den Kauf von Teppichen freigegeben, die auf dem Hallenboden ausgelegt werden können. So durfte das beliebte Konzert wieder stattfinden. Und die Bockenemer ließen sich nicht zweimal bitten: Kaum ein Platz war mehr frei, rund 450 Besucher strömten in die Halle.
Holger Emmermann vom gastgebenden Musikzug Nette begrüßte die Zuhörer und ganz besonders den Ehrenstadtbrandmeister Wilhelm Hauenschild, der 1983 die Idee für das Konzert hatte. Emmermann zitierte den Bürgermeister vom Frühjahrsempfang 2012 mit den Worten: „Kritisieren können viele, kreativ sein wenige.“ Emmermann: „Wir haben uns zusammengesetzt, waren kreativ und nun können wir wieder hier sein.“ Er dankte allen an der Lösung Beteiligten.
Teilgenommen an dem Konzert haben alle vier Feuerwehr-Musikgruppen im Stadtgebiet. Thomas Gerberding, Dirigent des Gastgebers, führte durch das Programm. Mit dabei waren natürlich auch der Musikzug Ambergau „Süd“ unter der Leitung von Herbert Rupprecht, der Musikzug (Thomas Linde) und der Spielmannszug Bockenem (Janine Brinkmann). Gerberding freute sich über das sehr vielfältige Programm, dass die ganze Bandbreite des Könnens zeige. Jede Gruppe habe allerdings auch ihr Paradestück. Die Bockenemer Musikzügler fingen gleich mit dem ihren an: „Music“ von John Miles. „Das passt sehr gut zu uns Musikern“, kündigte Gerberding diesen Titel an.
Schon nach diesem ersten Titel war das Publikum voll da und gab donnernden Applaus. Alle vier Gruppen konnten mit ihrem Können überzeugen. Von der Titelmusik aus „Fluch der Karibik“ über ein ABBA-Medley bis hin zu Polkas gab es eine große Abwechslung. Jeder Zug spielte vier Songs bevor es am Ende zwei gemeinsame Lieder gab, und nur zufriedene Gesichter, wie Holger Emmermann bestätigte.
Mit einem Blumenstrauß wurde den Dirigenten gedankt. Auch die jeweiligen Nachwuchsleiter wurden vorgestellt, erhielten einen Strauß Blumen und konnten gleich ein wenig Werbung in eigener Sache machen. Werbung war das Konzert für die vier Züge auf jeden Fall. Und Dank der Teppiche wird es nun wohl auch wieder zu einer regelmäßigen Veranstaltung.