Einwohnerzahlen im Ambergau gehen weiter in den Keller

Zum 1. April 10.786 Einwohner im Bockenemer Stadtgebiet gezählt

Bockenem (LB). Die Bevölkerungsentwicklung im Stadtgebiet Bockenem ist weiterhin anhaltend negativ und eine Trendwende auf lange Sicht nicht zu erwarten. Im Gegenteil, bis 2030 könnte die Einwohnerzahl um weitere 20 Prozent zurückgehen. So jedenfalls sehen es die Demographen, die dem Ambergau eine ähnliche Bevölkerungsabnahme prognostizieren wie dem gesamten westlichen Harz- und Vorharzraum.
Bei der Verwaltung der Stadt Bockenem bilanzierte die Statistik des Einwohnermeldeamtes zum 1. April dieses Jahres eine Gesamteinwohnerzahl von 10.786 Personen. Das ist ein nur leichter Rückgang gegenüber dem 1. Januar 2012 um 17 Personen. Von diesen 10.786 Einwohnern waren 10.304 mit Haupt- und 482 mit Nebenwohnsitz in Bockenem gemeldet.
Vergleicht man aufgrund des Datenmaterials die Bevölkerungszahlen derjenigen mit Hauptwohnsitz der Jahre 1995, 2010 und 2012, so verlor die Stadt von 1995 bis 2010 insgesamt 1473 und in den letzten beiden Jahren noch einmal 269 Personen. Dieser Bevölkerungsrückgang betrifft alle 18 Ortschaften, wobei nur drei Dörfer vorübergehende Zuwächse verzeichnen konnten, nämlich Bönnien zwischen 1995 und 2010 aufgrund starker Bautätigkeit, Ortshausen zwischen 2010 und 2012 sowie im gleichen Zeitraum auch Volkersheim.
Die Entwicklung der Jahre von 1995 über 2010 bis 2012 zeigt die nachfolgende Aufstellung mit für jeden Ort drei Zahlen, und zwar die Einwohner mit Hauptwohnsitz betreffend:
Bockenem: 4992 - 4349 - 4259; Bönnien: 432 - 474 - 444; Bornum: 1292 - 1167 -1141; Bültum: 165 - 147 - 143; Groß Ilde: 213 - 183 - 178; Hary: 373 - 362 - 355; Jerze: 211 - 177 - 176; Klein Ilde: 77 - 63 - 61; Königsdahlum: 463 - 389 - 353; Mahlum: 618 - 511 - 479; Nette: 523 - 448 - 422; Ortshausen: 288 - 245 - 272; Schlewecke: 650 - 558 - 527; Störy: 239 - 243 - 233; Upstedt: 278 - 217 - 210; Volkersheim: 975 - 825 - 843; Werder: 132 - 124 - 122; Wohlenhausen: 125 - 91 - 86.